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WAZ: Auferstehung - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Das ist doch was: Ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent, eines, das nach dem tiefen Fall im Jahr zuvor so nicht erwartet worden war. Deutschland ist Spitze, das Wirtschaftswunder Made in Germany hat es längst auf die Titelseiten internationaler Magazine geschafft. Das ist allemal Grund zu selbstbewusster Freude. Es ist gewiss kein Grund, nun, wie allzu oft geschehen, reflexhaft die Vaterschaft zu reklamieren. Dieser Erfolg hat viele Väter. Ja, auch Schröders Hartz-IV-Reform hat dazu beigetragen. Größeren Anteil hat die Kurzarbeiterregelung - unter Schwarz-Rot eingeführt, von Schwarz-Gelb verlängert -, die einer Million Menschen die Stelle erhalten hat. Die Kosten haben die Beschäftigten in den Sozialversicherungen und die Wirtschaft getragen - ein Modell aus der Werkstatt des rheinischen Kapitalismus. Allen voran waren es Unternehmen, Arbeitnehmer und Gewerkschaften, die mit einer klugen Politik der Lohnzurückhaltung exzellent aufgestellte Firmen an den Start gebracht haben: Nirgendwo sonst ist die Exportwirtschaft so schnell aus den Blöcken gekommen wie in Deutschland. Hand in Hand feiert die soziale Marktwirtschaft Auferstehung.

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