Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: An der richtigen Stelle gespart - Kommentar von Stefan Schulte

Essen (ots) - Die Bauzinsen verharren seit vielen Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau. Wer ein eigenes Heim finanzieren will, findet derzeit beste Voraussetzungen dafür. Da braucht es keinen Staat, der mit eigenen Garantien für noch billigere Darlehen sorgt. Beim Programm der NRW-Bank für Häuslebauer zu sparen, ist deshalb mehr als nur vertretbar, es ist angesichts der Finanznot des Landes dringend geboten. Dass Rot-Grün im Gegenzug mehr Geld für den Bau von Mietwohnungen bereitstellt, ist ein politisches Signal, günstigen Wohnraum für weniger betuchte, ältere und behinderte Menschen fördern zu wollen. Davon müsste vor allem das alternde Ruhrgebiet profitieren. Allerdings herrscht zwischen Dortmund und Duisburg kein Wohnungsmangel. Woran es mangelt, ist vielerorts die Qualität der Wohnungen. In den dicht besiedelten Vierteln des Reviers gibt es einen riesigen Sanierungsstau. Schlechte Isolierungen treiben Heizkosten wie Klimagase in die Höhe. Die Mittel des Landes sind in der energetischen Sanierung besser angelegt als in Neubauten. Schlimm genug, dass der Bund die Förderung der Gebäudesanierung kürzt.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: