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WAZ: Schuldenbremse. Kommentar von Christopher Shepherd

Essen (ots) - Immer häufiger heißt es in der Werbung: "Kaufen Sie jetzt zu null Prozent Finanzierung" oder "Jetzt kaufen, erst nächstes Jahr bezahlen". Das Problem: Früher oder später müssen Verbraucher die Waren trotzdem bezahlen. Wer sich da von vermeintlich günstigen Angeboten in die Irre führen lässt, tappt rasch in die Schuldenfalle. Besonders jetzt in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs und sinkender Arbeitslosigkeit kann das schnell passieren. Schließlich ist es verführerisch, allzu sorglos das Geld wieder auszugeben, wenn die Lohntüte besser gefüllt ist oder der Job sicher erscheint.

Doch die Situation kann sich schnell wieder ändern. Noch immer sind die Risiken für die globale Konjunktur groß - siehe die wirtschaftlichen Probleme in den USA. Das heißt nun nicht, dass Verbraucher ihr Geld nicht in den Konsum stecken sollen. Allerdings ist hier Augenmaß gefragt. Hilfreich kann da ein Gespräch mit Schuldnerberatern sein - und zwar schon bevor eine Überschuldung eingetreten ist. Daneben sollten Banken Privatkredite erst nach sehr sorgsamer Prüfung vergeben. Und natürlich sollten Eltern ihren Kindern so früh wie möglich den vernünftigen Umgang mit Geld beibringen. Klingt selbstverständlich - geschieht aber laut Experten nicht oft genug.

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