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WAZ: Besser ein Ende mit Schrecken - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Wem das Wasser bis zum Hals steht, der sollte den Kopf nicht hängen lassen. In dieser unangenehmen Lage befinden sich die deutschen Landesbanken. Und deshalb könnte es sein, dass nach zig gescheiterten Versuchen der wirtschaftliche Druck so groß ist, dass es endlich etwas werden könnte mit der Flurbereinigung. Erst hat die Finanzkrise die Zockerbuden auffliegen lassen, die die öffentlich-rechtlichen Institute in Ermangelung einer breiten Kundenbasis aufgebaut haben; dann klopfte die EU-Kommission mit dem Schwert in der Hand an die Landesbanktürme, und nun kommt die Verschärfung der Kapitalvorschriften hinzu. Das sollte zusammen mit dem Druck aus Berlin reichen, um die dringend nötigen Fusionen hinzubekommen - und politische Widerstände zu überwinden. Denn klar ist auch: Werden Institute wie die BayernLB bewertet, zeigt sich, wie viele Milliarden Steuergeld die Landesregierung versenkt hat. Das Ehrlichmachen gehört dazu. Im Übrigen auch für die Landesbank Berlin, für die die Sparkassen viel zu viel bezahlt haben. Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende.

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