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WAZ: Die Ampeln leuchten lassen - Kommentar von Frank Preuß

Essen (ots) - Es kann teuer sein, an der Sicherheit zu sparen. Nicht nur in finanzieller Hinsicht. Und es ist unverantwortlich. Wenn Städte nachts Ampeln abstellen, um ein paar Euro weniger bezahlen zu müssen für die Stromrechnung, kann man nicht einmal darüber lachen, obwohl es doch so lächerlich kleinkariert klingt. Natürlich sind viele Kommunen gerade im Ruhrgebiet pleite und müssen sich noch dazu oft genug von Bezirksregierungen vorhalten lassen, sie seien bei ihren Sparanstrengungen nicht kreativ genug. Und dass aus zehn kleinen Summen eine große werden kann, will man ja auch nicht bestreiten. Aber es gibt Grenzen bei allen Bemühungen. Freilich wird kein Stadtrat leichtfertig querbeet Ampeln ausschalten lassen, ohne auf die Verkehrsbeziehungen zu achten. Man darf den Verantwortlichen schon unterstellen, dass sie die Standorte für solche Versuche in Absprache mit der Polizei sorgfältig auswählen. Die Risiken indes erhöht man dadurch zwangsläufig. Denn auf Vernunft und Vorsicht darf man sich bei Autofahrern nicht blind verlassen. Deshalb ist der Blick auf die Unfallstatistik unverzichtbar. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass es seither deutlich häufiger kracht, wären die Initiatoren der Aktion bloßgestellt. Und machen den Unfug hoffentlich rückgängig.

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