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WAZ: Abkehr von der Öl-Abhängigkeit - Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Deepwater Horizon kann überall sein. An 300 Stellen wird in der Nordsee Öl gefördert. 1988 kamen bei einer Plattform-Explosion vor Aberdeen 167 Menschen ums Leben. Eine Umweltkatastrophe blieb zwar aus. Der Unfall zeigt aber, dass Ölförderung eine Hochrisiko-Technologie ist - mitten in einem so empfindlichen Ökosystem wie der Nordsee. Und im Fall der Fälle ist so gut wie nichts geregelt für einen etwaigen Schadensersatz. Das räumte die Bundesregierung jetzt ein. Energieriesen beuten die Rohstoffvorkommen aus, und am Ende muss der Staat dafür aufkommen, wenn Menschen sterben, Vögel verenden und Strände verseucht sind. Es mag ja richtig sein, dass die Bohrinseln in der Nordsee weit besser gesichert sind als Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Hundertprozentige Sicherheit gibt es aber nirgendwo. Deshalb ist die Debatte über etwaige Entschädigungen nicht die wichtigste. Wenn sich der Ölteppich erst einmal ausbreitet, ist es zu spät. Deshalb haben die Grünen Recht: Der beste Schutz vor Katastrophen ist eine Abkehr von der gewaltigen Öl-Abhängigkeit.

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