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WAZ: Kassenwechsel - Billig kann teuer werden - Leitartikel von Daniel Freudenreich

    Essen (ots) - Was die Krankenkassen mit aller Kraft verhindern wollten, ist eingetreten. Flankiert von viel Getöse über vermeintlich habgierige Kassen wechseln die ersten Versicherten zur Konkurrenz ohne Zusatzbeitrag. Es scheint im ersten Moment auch durchaus verlockend, wenn man je sich nach Einkommen bis zu 37,50 Euro im Monat schenken kann. Dennoch: Allein aus Kostengründen vorschnell zu wechseln, ist kurzsichtig. In der aufgeheizten Debatte geht derzeit die Frage unter, welche Leistungen die Krankenkassen tatsächlich erbringen. Hier gibt es erhebliche Unterschiede. Mitunter entpuppt sich die vermeintlich billigere Kasse schnell als teurerer Anbieter, wenn der Versicherte für bislang kostenlos erhaltene Leistungen künftig bezahlen muss. Hier müssen vor allem die Versicherten aufpassen, die in regelmäßiger ärztlicher oder therapeutischer Behandlung sind. Man kann in diesen Tagen viel gegen Gesundheitsminister Rösler wettern, der vehement zum Krankenkassenwechsel aufruft. In einem Punkt hat er Recht: Die Zusatzbeiträge sind ein Grund, um die Leistungen der aktuellen Kasse zu hinterfragen. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wenn eine andere Kasse nicht die erwünschte Leistung erbringt, sollte man die Finger von ihr lassen.

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