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WAZ: Slomka am Scheideweg. Kommentar von Klaus Wille

    Essen (ots) - Einundzwanzig Monate lang hat  Mirko Slomka daheim in Hannover auf einen Trainerjob bei einem Erstligisten gewartet. Das ist im schnelllebigen Fußball eine halbe Ewigkeit. Lange genug jedenfalls, um als Trainer aus der Mode zu kommen.

    Selbst der so ebenso telegene wie eloquente Slomka kann davon bereits ein Lied singen. In den ersten Monaten nach seiner Entlassung als Schalker Coach im April 2008 wurde er bei jedem Erstligisten, der einen neuen Trainer suchte, als aussichtsreicher Kandidat gehandelt. Im Gespräch zu bleiben, ist für einen arbeitslosen Trainer normalerweise ein Segen. Bei Slomka wurde ein Fluch daraus, weil er immer wieder leer ausging.

    Nun hat er den Job bei Hannover 96 ergattert, dem Verein, in dem er Jugend- und Co-Trainer war. Es ist seine zweite Chance in der Liga, aber bestimmt keine strahlende Rückkehr auf die große Bühne. Wo, wenn nicht in seiner Heimatstadt, wann, wenn nicht jetzt, bei welchem anderen Erstligisten als bei den in dieser Saison so gebeutelten 96ern hätte es für Slomka denn noch klappen sollen?

    So jung die Trainerlaufbahn des ehemaligen Schalker Trainers im Grunde auch sein mag: Sie ist bei Hannover 96 bereits am Scheideweg angelangt.

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