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WAZ: Treuhänder für Opel - Vernünftige Lösung. Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Um es gleich vorweg zu sagen: Die Idee des Bundeswirtschaftsministers, Opel einem Treuhänder zu übergeben, ist gut und richtig. Was sollte die Bundesregierung sonst tun? Zusehen, wie ein US-Insolvenzverwalter die Macht übernimmt? Die Verhandlungen mit den Investoren würden dramatisch erschwert. Der Vorschlag der Liberalen in NRW, man solle Opel dem deutschen Insolvenzrecht überantworten, ist wie so oft in letzter Zeit am grünen Tische der Ordnungspolitik erdacht, aber fern der Realität. Wer kauft noch einen Opel, wenn das Unternehmen Insolvenz angemeldet hat? Auch wenn das heute längst nicht mehr die endgültige Pleite bedeutet, so dürften sich die Käufer große Sorgen über ihre Gewährleistungsansprüche machen. Der Insolvenzverwalter müsste also mühsam eine neue Garantie organisieren. Und zudem müsste er das tun, was der Treuhänder auch macht: mit Bürgschaften den Betrieb aufrecht erhalten. Eines aber ist auch klar: Die Bundesregierung steuert mehr denn je bei Opel mit. Die politische Verantwortung für einen Crash wird sie nicht mehr los.

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