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WAZ: Reinigendes Gewitter - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Nun hat's doch noch gekracht zwischen dem Aufsichtsratschef und dem Vorstandschef. Der Rücktritt von Thomas Fischer ist durchaus als reinigendes Gewitter zu werten. Fischer galt seit seinem unrühmlichen Rückzug bei der WestLB ohnedies als angeschlagen, besaß nicht mehr die Kraft, die nötig ist, um den komplizierten Aufsichtsrat zusammenzuhalten. Dass Fischer den Weg nicht komplett freimachen, sondern sein Aufsichtsratsmandat behalten will, ist indes kein Dienst an RWE. Es kommen nur wenige Personen aus diesem Kreis in Frage, die das Alter und Format für den Posten haben. Der Wunschkandidat Großmanns ist Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz. Der hat aber im eigenen Haus Probleme genug, so dass dessen Absage glaubwürdig erscheint. Das Gremium wird schnell versuchen, eine Lösung zu finden. Das ist schon deshalb nötig, weil der Konzernumbau und die Integration des Zukaufs Essent kein Machtvakuum dulden. Ein passender Co-Pilot an der Spitze des Aufsichtsgremiums sollte Großmann über die Einschränkung seiner Befugnisse hinwegtrösten können.

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