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WAZ: Russland ist im Recht - Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Die Sorgen vor einem größeren politischen Konflikt als Folge des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine sind berechtigt. Die Töne aus Brüssel in Richtung Moskau werden schärfer, und auch in Berlin registrieren die Verantwortlichen mit einigem Missfallen, wie Russland am Gashahn dreht.

      Vor einer pauschalen Verurteilung lohnt allerdings der genaue
Blick auf den Streit: Fakt ist, die Ukraine schuldet Russland viel
Geld, weit über zwei Milliarden Dollar. Sie hat Gas bezogen und dafür
nicht bezahlt. Das ist - gelinde ausgedrückt - schlechter Stil.
Russland weist seit Monaten öffentlich auf diesen Umstand hin, ohne
mögliche drastische Folgen für Lieferungen nach Europa zu
verheimlichen.

      Das aber hat bis gestern in Brüssel und Berlin niemanden groß
interessiert. Dabei hätten an beiden Orten Politiker längst Partei
ergreifen müssen, für Russland. Es wäre ein deutlicher Hinweis an ein
Land gewesen, dass lautstark in die EU drängt.

      Einer hat sich übrigens schon vor Weihnachten mutig für die
russischen Belange stark gemacht: Eon-Chef Wulf Bernotat, in einem
Gespräch mit der WAZ. Jetzt zeigt sich, wie recht er hatte.

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