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Märkische Oderzeitung: zu VW/Pischetsrieder

    Frankfurt/Oder (ots) - Er hat sich durchgesetzt: Nach den wochenlangen Diskussionen um seine Position steht Bernd Pischetsrieder unangefochten an der Spitze von Europas größtem Autobauer. Schön für ihn, schlecht für eine harte Sanierung. Denn Pischetsrieder passt viel zu gut nach Wolfsburg: in die Zentrale eines Unternehmens mit einem sehr besonderen Beziehungsgeflecht. Mit einem lange Jahre überaus innigen Verhältnis von Firmenleitung und Betriebsrat, gesetzlich abgesicherter Einflussnahme der Politik, hohen Löhnen, speziellen Arbeitszeitmodellen. In dieser Welt musste man moderat wirken und gut moderieren können - also jemand wie der bestätigte Konzernlenker sein.

    Doch wer so ist, passt nicht mehr in das schlecht ausgelastete, teuer produzierende Wolfsburg. Kapazitäten und Kosten stammen aus alten, glücklichen Zeiten. Dem ist Pischetsrieder in vier Amtsjahren nicht beigekommen. Selbst wenn er nun einen Plan für einen harten Schnitt im einstigen Sonderwirtschaftsgebiet VW in der Schublade haben sollte: Wie will er den gegen die Gewerkschafter, die ihm nun doch ihre Stimme gaben, und das Land Niedersachen, das sich vor Massenentlassungen fürchtet, durchsetzen? +++

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