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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu Griechenland

Frankfurt/Oder (ots) - Wenn Euroland als Raum einer gemeinsamen, stabilen Währung überleben will, muss die griechische Mitgliedschaft ein schnelles Ende finden. Dazu braucht man Regelungen. Die müssen allgemeingültig sein - für den Fall, dass noch ein Land beim Sparen das Handtuch wirft. Ohne Kosten und Risiken ist das nicht zu bekommen. Soll Griechenland eine Chance haben, müssen weitere Schulden gestrichen werden. Athen ist in Euro verschuldet. Mit einer weichen Drachme sind die Darlehen noch schwerer zurückzuzahlen als jetzt schon. Ein Schuldenschnitt kostet auch deutsche Steuerzahler viel Geld. Und welche Banken, Unternehmen trotz all der bereits getätigten Abschreibungen auf griechische Geschäfte ins Trudeln geraten, ist schwer abzuschätzen. Der Abschied von einer politisch motivierten, wirtschaftlich durch Falschbuchungen unterlegten Euro-Mitgliedschaft ist eine teure Lehrstunde in Sachen Währung. Aber eine nötige.

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