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Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zu Serbien/Kosovo

Frankfurt/Oder (ots) - Die Chancen für eine Mehrheit für Serbien wären in der Vollversammlung vielleicht nicht einmal schlecht gewesen, da noch dem letzten Potentaten dieser Welt die territoriale Integrität seines Landes heilig ist. Doch hätte Serbien verloren, selbst wenn es gewonnen hätte. Ein Sieg vor den UN hätte den Weg nach Europa auf unabsehbare Zeit blockiert, da die große Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt hat. Es war nicht Außenminister Westerwelle allein, aber auch er, der in dieser Angelegenheit in Belgrad Klartext gesprochen hat. Nun ist die Regierung dort bis an den Rand des ihr derzeit Möglichen gegangen. Natürlich bedeutet das nicht die Anerkennung des Kosovo. Aber die Status-Frage, für Serbien bislang die absolute Priorität, rückt ins zweite Glied zugunsten eines zu startenden Dialogs. Da wird es noch oft rumpeln. Aber ein Anfang ist gemacht.

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