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Frühjahrsbelebung am Bau - Arbeitsvolumen steigt im März

Wiesbaden (ots) - Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im März saisonbereinigt um 1,5 % gegenüber dem Vormonat gestiegen ist. Im Vormonat war das Arbeitsvolumen korrigierten Angaben zufolge noch deutlich um 4,2 % gesunken. Auch die Bruttolohnsumme stieg im März, und zwar um 1,4 %. Dagegen sank die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer nun schon den sechsten Monat in Folge, und zwar um 0,4 % gegenüber dem Februar.

Über das gesamte erste Quartal betrachtet war die Baukonjunktur damit aufwärts gerichtet, das Arbeitsvolumen ist um 2,3 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Die vorlaufenden Indikatoren zeigen sich allerdings einmal mehr uneinheitlich. Die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe haben nach dem starken Anstieg im Vormonat wie erwartet nachgegeben (- 1,6 % im Februar gegenüber dem Vormonat). Erfreulicherweise sind jedoch die Baugenehmigungen im Hochbau nach drei Rückgängen in Folge im Februar kräftig gestiegen (+ 7,3 % gegenüber dem Vormonat). Dafür war insbesondere ein kräftiger Anstieg der Baugenehmigungen im Wohnungsbau verantwortlich (+ 7,1 %).

Der Wohnungsbau dürfte in diesem Jahr wohl auch die Konjunkturstütze der Bauwirtschaft bleiben, aber gleichwohl langsamer expandieren als in der Vergangenheit. So zeigt die jüngste Quartalsumfrage der Europäischen Kommission, dass der Anteil der privaten Haushalte in Deutschland, die in den kommenden 12 Monaten ein Haus bzw. eine Wohnung bauen bzw. kaufen wollen, wieder gesunken ist. Die Stimmung der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes hat sich in den vergangenen Monaten zwar trendmäßig erholt, die Kapazitätsauslastung ist allerdings jüngst sogar gesunken und liegt nur noch knapp über dem historischen Durchschnitt. Damit dürften Erweiterungsinvestitionen - und damit Investitionen in Wirtschaftsbauten - weiter auf sich warten lassen. Darüber hinaus wird der öffentliche Bau in diesem Jahr wohl nur stagnieren, da die Gemeinden ihre Ausgaben erhöhen, Bund und Länder diese aber gleichzeitig kürzen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 2 % gegenüber dem Vorjahr bei konstanter Beschäftigung.

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Dr. Torge Middendorf, TMiddendorf@soka-bau.de, Tel.: 0611/707-2720

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