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Verheerender Fehler - Kommentar von Jens Anker

Berlin (ots)

Es gehört zu den Katastrophenszenarien in Zeiten der Corona-Krise: Was, wenn das Virus massiv in Einrichtungen vordringt, in denen Alte und Schwache untergebracht sind? So scheint es nun aber leider der Fall zu sein, ausgerechnet im renommierten Ernst-von-Bergmann-Krankenhaus in Potsdam. Fast 100 infizierte Mitarbeiter, 24 Patienten starben bislang an der Infektion.

Mittlerweile ermittelt die Justiz. Der ungeheure Verdacht lautet: Haben leitende Mitarbeiter Corona-Infektionen verspätet gemeldet oder gar vertuscht? Sollte sich das bewahrheiten, wäre das nicht nur ein grober Verstoß gegen Gesetze, sondern auch ein eklatanter Vertrauensbruch in die Geschäftsführung des Hauses.

Wenn ausgerechnet medizinisches Fachpersonal derart gegen die Regeln verstößt, hat das in Pandemie-Zeiten ganz schnell weitreichende Folgen, wie die Entwicklung im Bergmann-Klinikum ebenso eindrucksvoll wie bedauerlich zeigt.

Durch das verspätete Melden von Infizierten ist der Stadt im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus wichtige Zeit verloren gegangen. Ein fataler Fehler, der möglicherweise auf das Handeln einiger weniger Spitzenkräfte zurückzuführen ist.

Pressekontakt:

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Telefon: 030/887277 - 878
bmcvd@morgenpost.de

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