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26.01.2004 – 14:00

Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

Primärenergieverbrauch in Deutschland 2003 auf Vorjahresniveau

    Berlin (ots)

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im Jahr 2003 mit rund 489 Mill. t SKE (14 334 PJ) gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (Tabelle). Hierzu haben die kühlere Witterung im ersten Quartal sowie die schwache konjunkturelle Entwicklung - die Gesamtwirtschaft ging 2003 gegenüber 2002  um  0,3 % zurück - gegenläufig beigetragen.

    Der Mineralölverbrauch sank insgesamt um 2,5 % auf 178 Mill. t SKE. Die Entwicklung wurde durch Absatzrückgänge bei fast allen Produkten bestimmt. Neben den Heizölen (leichtes Heizöl: -1,3 %, schweres Heizöl: -3,0 %) ging insbesondere der Absatz von Kraftstoffen (Ottokraftstoffe: -5,4 %, Dieselkraftstoffe: -2,4 %) deutlich zurück. Lediglich beim Verbrauch von Flugkraftstoff konnte eine Zunahme um 2,6 % verbucht werden.

    Der Erdgasverbrauch stieg um 3,6 % auf 110 Mill. t SKE. Die Entwicklung war maßgeblich von den extremen Temperaturen im Jahresverlauf geprägt, so insbesondere von der kühlen Witterung im ersten Quartal mit einem kräftigen Anstieg um 14 % und vom warmen dritten Quartal mit einem deutlichen Rückgang um 11 %. Überproportionale Verbrauchszuwächse verzeichneten sowohl der Haushaltssektor als auch die Kraftwerke; der industrielle Erdgas- einsatz nahm geringfügig zu.

    Der Steinkohlenverbrauch war mit 67 Mill. t SKE um 4,2 % höher als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung war der Anstieg beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Der Verbrauch in der Stahlindustrie erreichte das Vorjahresergebnis.

    Der Braunkohlenverbrauch lag im Jahr 2003 mit 56 Mill. t SKE um 1,2 % unter dem überdurchschnittlich guten Ergebnis des Vorjahres. Dies ist auf die Rückgänge bei den Lieferungen an die Kraftwerke und beim Einsatz zur Veredlung zurückzuführen.

    Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig.

    Während der Beitrag der Wasserkraftwerke aufgrund der geringen Niederschläge deutlich zurück ging, erhöhte sich derjenige der Windkraftanlagen. Insgesamt nahm der Beitrag der Wasser- und Windkraftwerke leicht ab (-2,1 %).

    Der Verbrauch von Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber 2002 um 2,4 % zu.

    Der Beitrag aller regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch belief sich 2003 auf rund 3 %.

    Die Tabelle mit den Daten zum Primärenergieverbrauch ist unter www.ag-energiebilanzen.de unter Daten/Presse abrufbar.

ots Originaltext: AG Energiebilanzen
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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