Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Fairtrade Deutschland e.V. mehr verpassen.

Fairtrade Deutschland e.V.

EmpCo tritt in Kraft: Fairtrade begrüßt strengere Regeln für Nachhaltigkeitskommunikation

EmpCo tritt in Kraft: Fairtrade begrüßt strengere Regeln für Nachhaltigkeitskommunikation
  • Bild-Infos
  • Download

EmpCo tritt in Kraft:

Fairtrade begrüßt strengere Regeln für Nachhaltigkeitskommunikation

Köln, 24. September 2026. Ab kommenden Sonntag, den 27. September 2026, gelten in Deutschland neue Regeln für Nachhaltigkeitskommunikation. Fairtrade sieht die neuen Vorgaben der EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) als wichtigen Schritt für mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit im Nachhaltigkeitsmarkt.

Was die EmpCo für Nachhaltigkeitssiegel bedeutet

„Verbraucher*innen brauchen keine immer größeren Versprechen, sondern verlässliche Orientierung,“ sagt Claudia Brück, Vorständin von Fairtrade Deutschland. „Ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitssystem aufzubauen und weiterzuentwickeln, ist aufwendig – gerade in internationalen Lieferketten mit vielen Akteuren und unterschiedlichen Herausforderungen. Wir investieren bei Fairtrade seit Jahrzehnten in Standards, Kontrollen und belastbare Strukturen.“

Die EmpCo zeigt, warum sich diese Arbeit lohnt: Nachhaltigkeitskommunikation braucht eine solide Grundlage, die über ein Versprechen hinausgeht. Die neuen Vorgaben können aus Sicht von Fairtrade zu einem Markt beitragen, in dem Nachhaltigkeitsaussagen stärker auf nachvollziehbaren Kriterien und überprüfbaren Nachweisen beruhen.

Davon profitieren nicht nur Verbraucher*innen. Auch Unternehmen, die in belastbare Nachhaltigkeitsstandards investieren, erhalten einen klareren Rahmen für ihre Kommunikation.

Glaubwürdigkeit braucht ein belastbares System

Das Fairtrade-System basiert auf einem solchen Regelwerk, das die EmpCo fordert. Die Fairtrade-Standards definieren konkrete soziale, ökologische und ökonomische Anforderungen für Produzentenorganisationen und Unternehmen. Je nach Produkt und Lieferkette gehören dazu beispielsweise Anforderungen an Arbeitsbedingungen, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie wirtschaftliche Bedingungen für Produzent*innen.

Die Einhaltung dieser Anforderungen wird von der unabhängigen Zertifizierungsstelle FLOCERT überprüft. Regelmäßige Kontrollen entlang der Lieferkette stellen sicher, dass die Fairtrade-Standards umgesetzt werden.

Hinzu kommen bei Fairtrade wirtschaftliche Instrumente wie der Fairtrade-Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie, die – abhängig von Produkt und Markt – Produzentenorganisationen zusätzliche wirtschaftliche Handlungsspielräume eröffnen.

Fairtrade als Partner für Unternehmen

Die neuen Regeln machen deutlich: Unternehmen brauchen eine Grundlage, auf der sie Nachhaltigkeit kommunizieren können.

Fairtrade unterstützt Lizenzpartner bei der Kommunikation rund um das Siegel. Mit EmpCo-konformen Verpackungs-Claims und einer Off-Pack-Guideline für die Kommunikation außerhalb der Produktverpackung erhalten Lizenzpartner Orientierung, um weiterhin werbefähig zu sein.

„Die EmpCo schafft mehr Klarheit in der Nachhaltigkeitskommunikation. Wichtig ist, dass dabei weiterhin erkennbar bleibt, welche Unternehmen auf verlässliche Nachhaltigkeitssysteme setzen und sich substanziell engagieren. Fairtrade steht für ein solches System – mit klaren Standards, unabhängigen Kontrollen durch FLOCERT und konkreten Maßnahmen für Produzent*innen“ , so Brück.

Fairtrade Deutschland e.V.

Maarweg 165 | 50825 Köln

Leitung Kommunikation
Julia Sasse +49 221 942040-79
Pressekontakt
Christin Stein +49 221 942040-55
presse@fairtrade-deutschland.de
Hintergrund:
Der Verein Fairtrade Deutschland e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, Produzentengruppen in Ländern des globalen Südens zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt Fairtrade Deutschland e.V. nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich dafür ein, den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu fördern und mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erreichen.  www.fairtrade-deutschland.de

Fairtrade Deutschland gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International e.V., in dem Fairtrade-Organisationen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Fairtrade International entwickelt die international gültigen Fairtrade-Standards. www.fairtrade.net

Alle beteiligten Akteure entlang der Lieferkette werden regelmäßig von FLOCERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft arbeitet mit einem unabhängigen und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 17065 (DIN EN 45011). www.flocert.net