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Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer

bdo strebt strategische Partnerschaft mit DB AG an
Steuerliche Ungleichbehandlung zwischen den Verkehrsträgern beenden

Berlin (ots)

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher
Omnibusunternehmer (bdo) Norbert Rohde hat sich heute in einem
Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG Hartmut
Mehdorn gewandt und eine strategische Partnerschaft zwischen Bus und
Bahn angeboten. Damit soll die Einführung der Kerosinsteuer beim
inländischen Luftverkehr erreicht werden.
Rohde führte aus, dass es durch die steuerliche Besserstellung des
Flugverkehrs und das Ausufern des Billigflugtourismus zu erheblichen
wirtschaftlichen Verlusten im Busreiseverkehr kommt.
Eine einseitige steuerliche Privilegierung führe seit Jahren zur
Wettbewerbsverzerrung zwischen den Verkehrsträgern. Vor diesem
Hintergrund böte sich ein gemeinsames und konzertiertes Vorgehen von
DB AG und privatem Omnibusgewerbe an. Dies sei umso zwingender,
nachdem eine neue EU-Energiesteuerrichtlinie nunmehr in nationales
Recht umgewandelt werden muss. Die Energiesteuerrichtlinie erlaubt
erstmals, die Besteuerung des nationalen Luftverkehrs. Bereits in der
Koalitionsvereinbarung von 2002 hatten die Regierungsparteien SPD und
Bündnis90/Die Grünen festgeschrieben, sich für die Einführung der
Kerosinbesteuerung einzusetzen.
Das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Bus unterliegt der vollen
Besteuerung. Die Steuerzahlungen für Mineralölsteuer und
Mehrwertsteuer der privaten europäischen Busunternehmer belaufen sich
nach Angaben der IRU International Road Transport Union (IRU) auf
jährlich über 4 Mrd. Euro. Bereits 1999 hat auf Initiative des bdo
der Europäische Gerichtshof in einem Grundsatzurteil festgestellt,
dass die Klagen des Busgewerbes zur Schlechterbehandlung des Busses
gegenüber dem Flugzeug berechtigt sind.
Laut Informationen des Umweltbundesamtes verbraucht der
Flugverkehr bei einer Flugstrecke von 500 km und durchschnittlicher
Passagierbesetzung 43,9 Liter Diesel und belastet die Atmosphäre mit
einem Kohlendioxid-Ausstoß von 115 Kilo je Person. Der Reisebus hat
mit 5,4 Litern Diesel und 16 Kilo CO2 je Person mit Abstand den
geringsten Spritverbrauch und Abgasausstoß und ist somit das
ökologischste Verkehrsmittel.
Bei einem PKW mit Katalysator sind es 32,6 Liter Diesel und 86
Kilo CO2. Bei der Fahrt mit der Bahn beträgt der Dieselverbrauch 11,8
Liter und der Schadstoff-Ausstoß 24 Kilo.

Pressekontakt:

Martin Kaßler
Leiter Medien & Kommunikation
Pressesprecher
Tel.: 030 / 2408 9300
Fax: 030 / 2408 9412
Email: m.kassler@bdo-online.de

Original-Content von: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer, übermittelt durch news aktuell

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