Deutsches Institut für Menschenrechte

Manuela Schwesig eröffnet neue Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention

Manuela Schwesig eröffnet neue Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention. Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/51271 / Die Verwendung dieses Bildes ist für... mehr

Berlin (ots) - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat heute (Dienstag) im Deutschen Institut für Menschenrechte die neue Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention eröffnet.

In ihrem Grußwort betonte sie: "Kinderrechte sind Rechte und Menschrechte sind Kinderrechte. Alle Kinder und alle Erwachsenen müssen die Kinderrechte kennen, damit sie richtig wirken können. Die Kinderrechtskonvention gibt allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig von Aussehen, Herkunft, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit, die gleichen Rechte! Gemeinsam mit der Monitoring-Stelle mache ich mich dafür stark, diese Rechte bekannt zu machen und durchzusetzen", so Manuela Schwesig.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat 2015 das Deutsche Institut für Menschenrechte, die unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands, beauftragt, die Umsetzung der Konvention zu untersuchen und zu überwachen. Dafür hat das Institut die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention eingerichtet.

Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärte: "Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert allen Kindern Schutz-, Förderungs- und Beteiligungsrechte. Deutschland ist daher verpflichtet, diese zu achten, zu schützen und zu verwirklichen. Die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Stärkung der Kinderrechte in Deutschland."

Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention, sagte: "Die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention wird auf Grundlage der Konvention unabhängig Empfehlungen aussprechen, wie Deutschland die Kinderrechte gut oder noch besser umsetzen kann. Vor allem werden wir genau hinschauen, wo Schwierigkeiten bei der Verwirklichung der Kinderrechte bestehen. Dabei ist es uns sehr wichtig, direkt mit Kindern und Jugendlichen als Expertinnen und Experten in eigener Sache zusammenzuarbeiten und gemeinsam Lösungsvorschläge zu entwickeln."

Die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention wird in ihrer Aufbauphase bis Juni 2017

   - den Umsetzungsstand der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland
untersuchen und - wo nötig - geeignete Methoden zur 
Informationsgewinnung entwickeln, 
   - Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Kinderrechte 
identifizieren (auf der Grundlage gezielter Analysen der 
Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen), 
   - einen Beitrag dazu leisten, dass Kinderrechte in Deutschland bei
Kindern und den für sie zuständigen Stellen bekannter werden und 
angewendet werden, 
   - Kriterien zur Bewertung  der Umsetzung der Kinderrechte 
entwickeln, um künftig politische Maßnahmen (inkl. der Anwendung von 
Gesetzen) aus kinderrechtlicher Perspektive zu beurteilen, 
   - Gesetzgebung und Politik bei politischen Entscheidungsprozessen 
beraten und Überzeugungsarbeit leisten durch Beteiligung an 
politischen Diskussionen und am fachwissenschaftlichen Diskurs. 

Hintergrund: Seit 1992 hat der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen das Fehlen einer zentralen Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention mehrfach kritisiert und Deutschland zuletzt im Februar 2014 empfohlen, eine solche Stelle in Deutschland zu schaffen.

Weitere Informationen:

www.bmfsfj.de

Die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention im Web: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-krk/

Kurzbiografie Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention http://ots.de/byOD8

Pressefotos Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/presse/pressefotos/#c18030

Pressekontakt:

Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 - 14
Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de

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