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09.10.2018 – 12:40

AOK Baden-Württemberg

Erfolgreich und effizient: 10 Jahre HZV in BaWü AOK-BW-Vorstandschef Dr. Christopher Hermann kündigt für 2019 Ausbau der alternativen Regelversorgung an

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Berlin (ots)

Anmoderation:

Vor 10 Jahren wurde der bundesweit erste HZV-Vertrag in Baden-Württemberg geschlossen: HZV steht für hausarztzentrierte Versorgung. Die Hausarztpraxis wurde damals wieder in den Mittelpunkt der medizinischen Versorgung gerückt. Ziel war und ist also eine umfassend bessere Versorgung. Die Patienten sollten intensiver betreut werden können, weil sie ihr jeweiliger Hausarzt als erster Ansprechpartner durchs Gesundheitssystem lotst. An den wegweisenden Versorgungsstrukturen im Südwesten Deutschlands nehmen zurzeit 1,6 Millionen Versicherte und rund 7.500 Ärzte teil, einschließlich Haus- und Kinderärzte, Psychotherapeuten und sonstige Fachärzte. Nach einer bisher einmaligen Langzeitanalyse attestieren unabhängige Wissenschaftler der HZV Erfolg. Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeine Medizin an der Frankfurter Goethe-Universität:

O-Ton Prof. Dr. Ferdinand Gerlach

Heute können wir sogar noch sicherer sagen, dass Patienten in der HZV besser versorgt werden. Wir sehen jetzt über einen längeren Zeitraum, dass sie sogar zunehmend besser versorgt werden. Also die Unterschiede zwischen der Regelversorgung und der HZV werden zugunsten der HZV besser. Einer muss den Überblick behalten: Hausärzte koordinieren - gerade bei Patienten die mehrere chronische Erkrankungen haben - die Versorgung, betreuen sie, passen auch auf, dass sie nicht zu viele und falsche Medizin bekommen. (0:27)

Eine solche Versorgung kann laut Studie im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung am Ende sogar Leben retten. 1.700 vermiedene Todesfälle zählten die Forscher in einem Zeitraum von fünf Jahren.

O-Ton Prof. Dr. Ferdinand Gerlach

Insbesondere chronisch Kranke werden besser versorgt. Wir sehen inzwischen auch erste Hinweise auf Überlebensvorteile. Und am Beispiel der Diabetiker kann man sagen, dass schwere Komplikation deutlich später oder auch seltener auftreten. Wir haben errechnet, dass in den Jahren 2012 bis 2016 rund 4.000 schwere Komplikationen bei Diabetikern - also Amputationen, Erblindungen, Dialyse, Herzinfarkt, Schlaganfall - vermieden werden konnten. (0:30)

Außerdem waren pro Jahr bei herzkranken Patienten sage und schreibe 46.000 weniger Krankenhaustage notwendig. Das sind zusammengenommen rund 126 Jahre. Das Prinzip des freiwilligen Programms ist einfach erklärt: Der Patient entscheidet sich für einen Hausarzt, der in der Regel meist ohnehin höchstes Vertrauen genießt. An die Wahl ist der Patient mindestens ein Jahr gebunden. Die Befragten sind mit dem AOK-Hausarztprogramm sehr zufrieden und 90 Prozent würden es weiterempfehlen. Und auch die Arztseite freut sich seit Jahren über Vorteile aus einem HZV-Vertrag: Der Beruf wird aufgewertet, was dazu führt, dass dem Hausärztemangel entgegengewirkt wird. Der Arzt wird von unnötiger Bürokratie entlastet und höher honoriert. Auf diese Weise hat die Krankenkasse allein im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg zwar über 600 Millionen Euro investiert, aber auch gleichzeitig 50 Millionen eingespart. Bessere Qualität und Wirtschaftlichkeit stünden nicht im Widerspruch, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg:

O-Ton Dr. Christopher Hermann

Wir sorgen dafür, gemeinsam mit den 7.500 Ärztinnen und Ärzten, dass das Geld wirklich da besser ankommt, wo es hin muss: nämlich in die Versorgung des richtig behandelten Patienten. Und deswegen können wir sogar Geld einsparen, obwohl die Qualität deutlich besser ist, wie der Evaluationsbericht jetzt erneut beweist. (0:28)

Bei den Hausarzt- und Facharztverträgen im Südwesten gibt es längst kein Budget mehr, das schnell aufgebraucht ist und auch keine Fallzahlbegrenzung. Die Teilnehmerzahl an der HZV - der Hausarztzentrierten Versorgung - wächst daher stetig. Und es geht in 2019 weiter:

O-Ton Dr. Christopher Hermann

Stillstand ist Rückschritt - das ist völlig klar. Wir sind sozusagen nicht zufrieden. Wir haben ja noch bedeutende Facharztgruppen. Wir werden im nächsten Jahr die Lungenärzte und die HNO-Ärzte mit in die alternative Regelversorgung aufnehmen, eine große Gruppe. Und dann ist das andere Thema die digitale Vernetzung unter und innerhalb der Ärzte: dass dort strukturiert Befunde und Medikationspläne ausgetauscht werden. Damit kann man die Versorgung natürlich noch besser machen, weil noch schneller die Ärzte untereinander wissen, wie die Versorgung zu gestalten ist. Das werden wir im nächsten Jahr mit viel Engagement weiter angehen. (0:49)

Abmoderation:

Wer sich informieren will, wie man als Patient oder Arzt teilnehmen kann, klickt auf www.neue-versorgung.de. Vertragspartner sind neben der AOK der Hausärzteverband und der freie Ärzteverband MEDI Baden-Württemberg.

Pressekontakt:

AOK Baden-Württemberg 0711 2593 - 229
MEDI Baden-Württemberg 0711 806079 - 223
Hausärzteverband Baden-Württemberg 0172 - 201 03 90
all4radio, Andreas Albrecht 0711 3277759 0

Original-Content von: AOK Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell

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