Deutscher Caritasverband e.V.

Caritas zu Bildungsgipfel
Konkrete Schritte gefordert

Berlin (ots) -

   Caritas-Präsident setzt sich für verbesserte Bildungschancen
   benachteiligter Kinder und Jugendlicher ein 

"Wir brauchen eine ernsthafte Auseinandersetzung und konkrete Beschlüsse", wünscht sich Caritas-Präsident Peter Neher einen Tag vor dem Bildungsgipfel, zu dem die Kanzlerin die Ministerpräsidenten der Länder nach Dresden eingeladen hat.

Das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern bei bildungspolitischen Themen sei nicht förderlich, macht Neher deutlich. Er fordert eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Ziel, den in Deutschland nach wie vor bestehenden Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und geringen Bildungschancen aufzubrechen. Dazu könne auch eine stärkere Zusammenarbeit der Kultus- und Sozialministerien beitragen. Neher kritisiert, dass keine Praktiker der Bildungsarbeit wie zum Beispiel Vertreter der Schulsozialarbeit oder der Jugendberufshilfe zu diesem Treffen eingeladen seien.

Um die Zahl der Schulabbrecher in Deutschland zu verringern, sei unter anderem ein flächendeckender Ausbau der Schulsozialarbeit zumindest in Grund-, Haupt- und Förderschulen erforderlich. Wer plane, die Sprachförderung von Kindern zu unterstützen, müsse auch überlegen, wie die fünf Prozent der Kinder erreicht werden könnten, die keine Kindertagesstätten besuchen. "Längerfristig muss der Besuch einer Kindertagesstätte beitragsfrei sein. Mittelfristig ist anzustreben, dass das erste Jahr betragsfrei ist", fordert Neher. Dieser Zeit komme in der Entwicklung der Kinder eine besondere Bedeutung zu.

Wichtig sei auch, Bildung nicht auf rein intellektuelle Vorgänge zu reduzieren. "Was wir dringend brauchen, ist ein ganzheitliches Bildungsverständnis," so Neher. Menschen sollten lernen, verantwortlich zu handeln, Probleme zu lösen, Beziehungen zu gestalten und Sinn- und Werthorizonte zu erschließen. So könne der weitere Ausbau von Schulen zu Ganztagsschulen, die sich einem umfassenden Bildungsverständnis verpflichtet sähen, ein wichtiger Schritt zu besseren Förderung benachteiligter Kinder sein.

Die Caritas ist in Deutschland selbst Bildungsträger, insbesondere für die ca. 9.000 katholischen Kindertageseinrichtungen. Als Träger schulbezogener Jugendsozialarbeit und der Jugendmigrationsdienste begleitet sie Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrkräfte. Mehr als 15.000 junge Menschen werden in Projekten zur beruflichen Förderung von Caritas-Bildungsträgern und in den Berufsbildungswerken der Caritas qualifiziert.

Mit diesem Know-how bringt sich die Caritas in die Bildungspolitische Debatte ein.

Kontakt: Martin Gönnheimer, Referent "Chancengerechtigkeit durch mehr Bildungsgerechtigkeit - der Beitrag der verbandlichen Caritas", Telefon: 0761 200-426, E-Mail: martin.goennheimer@caritas.de

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