Sachsen: 54 Prozent der älteren Beschäftigten wollen früher in Rente
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mehr als jeder zweite sächsische Beschäftigte ab 50 Jahren will früher in Rente gehen. Bei denjenigen mit einer schlechteren Gesundheit liegt dieser Anteil mit 52 Prozent nahezu auf demselben hohen Niveau. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ hervor. Dafür hat das IGES Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Sachsen analysiert und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Ein Kernergebnis: Ältere Beschäftigte sind seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung.
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Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Sachsen
Sachsen: 54 Prozent der älteren Beschäftigten wollen früher in Rente
- DAK-Gesundheitsreport 2026 untersucht Rentenpläne und Krankenstand im Freistaat
- Fehlzeiten steigen mit zunehmendem Alter deutlich: mit 66 Jahren liegt der Krankenstand im Schnitt bei 11 Prozent
- DAK-Landeschef Wandel setzt auf Werte und betriebliches Gesundheitsmanagement für lange Erwerbstätigkeit
Mehr als jeder zweite sächsische Beschäftigte ab 50 Jahren will früher in Rente gehen. Bei denjenigen mit einer schlechteren Gesundheit liegt dieser Anteil mit 52 Prozent nahezu auf demselben hohen Niveau. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ hervor. Dafür hat das IGES Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Sachsen analysiert und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Ein Kernergebnis: Ältere Beschäftigte sind seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei 11 Prozent. Über alle Beschäftigten ab 50 Jahren hinweg liegt der Freistaat mit 7,3 Prozent leicht unter dem Bundesdurchschnitt (7,4 Prozent).
„Gesundes Arbeiten bis zum Renteneintritt bleibt für viele Beschäftigte eine große Herausforderung. Mit zunehmendem Alter steigen häufig die gesundheitlichen Belastungen, sodass viele Menschen einen früheren Ausstieg aus dem Berufsleben in Betracht ziehen“, sagt Stefan Wandel, DAK-Landeschef in Sachsen. „Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels können wir es uns jedoch nicht leisten, auf die Erfahrung und das Wissen älterer Beschäftigter zu verzichten. Wer länger arbeiten soll, braucht Rahmenbedingungen, die ein gesundes und motiviertes Arbeiten bis zur Rente ermöglichen. Deshalb müssen Arbeitsplätze stärker an ihre Bedürfnisse angepasst und gesundheitsgerecht gestaltet werden.“
Über die Hälfte der ab 50-Jährigen plant vorzeitigen Ruhestand
Eine Forsa-Umfrage für den DAK-Gesundheitsreport zeigt, dass 54 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren in Sachsen einen vorzeitigen Renteneintritt planen. Damit liegt der Freistaat leicht über dem Bundesdurchschnitt (52 Prozent). Über alle Altersgruppen hinweg denken 40 Prozent in Sachsen über einen früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben nach. Ebenso viele möchten bis zur gesetzlichen Rente arbeiten. Fünf Prozent können sich vorstellen, darüber hinaus erwerbstätig zu bleiben. Ob Menschen länger arbeiten möchten, hängt maßgeblich von ihrer Gesundheit ab. Während 37 Prozent der Beschäftigten mit guter oder sehr guter Gesundheit einen Renteneintritt vor der gesetzlichen Altersgrenze in Betracht ziehen, sind es bei Beschäftigten mit schlechterem Gesundheitszustand mit 52 Prozent deutlich mehr.
Wertschätzung als wichtige Voraussetzung für längeres Arbeiten
Wer länger, motiviert und leistungsfähig arbeiten soll, braucht laut Report neben guten Arbeitsbedingungen vor allem mehr Wertschätzung. Für 42 Prozent der Befragten ab 50 Jahren ist dies eine wichtige Voraussetzung für ein längeres Erwerbsleben. 32 Prozent wünschen sich zudem eine stärkere Anerkennung ihres Erfahrungswissens. Damit gehört Wertschätzung zu den wichtigsten nicht-monetären Faktoren für eine längere Erwerbstätigkeit. Am häufigsten wünschen sich die Befragten jedoch eine höhere Bezahlung (51 Prozent), gefolgt von einer besseren Anpassung der Arbeitszeiten an ihre individuellen Bedürfnisse (42 Prozent) sowie einer Anpassung des Arbeitsumfangs (38 Prozent).
Beschäftigte ab 50 seltener, aber länger krankgeschrieben
Laut DAK-Gesundheitsreport schätzen ältere Beschäftigte in Sachsen ihre Leistungsfähigkeit als sehr hoch ein und sind seltener krankgeschrieben als jüngere. Beschäftigte ab 50 Jahren kamen im Jahr 2025 auf 167 Krankschreibungen je 100 Versicherte, bei den unter 50-Jährigen waren es mit 222 Fällen deutlich mehr. Obwohl Erwerbstätige ab 50 Jahren seltener krankheitsbedingt ausfallen als jüngere Altersgruppen, dauert eine durchschnittliche Krankschreibung ab 50 Jahren mit 16 Tagen doppelt so lange wie bei Beschäftigten bis 49 Jahren (acht Tage). Der Krankenstand liegt bei den über 50-Jährigen in Sachsen im Durchschnitt bei 7,3 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt er kontinuierlich an und erreicht im Alter von 66 Jahren 11 Prozent. Ein Krankenstand von 11 Prozent bedeutet, dass an jedem Tag durchschnittlich elf von 100 Beschäftigten arbeitsunfähig sind.
Aktivrente: Extra-Bonus für Gesunde?
Die Befragung zeigt auch: Gegenüber der neuen Aktivrente sind viele Beschäftigte ab 50 grundsätzlich offen (64 Prozent), allerdings gibt es keine Mehrheit mit klarer Nutzungsabsicht. Knapp ein Fünftel der Befragten kann sich die Nutzung einer Aktivrente gut vorstellen. Weitere 45 Prozent schließen dies nicht aus. Gleichzeitig lehnt mehr als ein Drittel die Aktivrente klar ab.
Für den DAK-Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt „Arbeiten ab 50: langfristig gesund und zufrieden“ wurden unter anderem die Krankschreibungen von 54.000 erwerbstätigen Versicherten der DAK-Gesundheit in Sachsen analysiert.
Die DAK-Gesundheit ist die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands und engagiert sich besonders im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Mehr Infos und aktuelle Termine unter www.dak.de/bgm
Freundliche Grüße
Emma Schwarze DAK-Gesundheit Stabsbereich Unternehmenskommunikation Presse und politische Kommunikation
Pressesprecherin Sachsen und Thüringen Freiberger Straße 37, 01067 Dresden Tel: 0173 4829258 emma.schwarze@dak.de www.dak.de www.dak.de/presse