DAK-Report: Menschen in Berlin verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung
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In Berlin gibt es einen großen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Pflegeversorgung: 61 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. Fast jeder Zweite rechnet mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Diese zeigt die Erwartungen der Menschen in Berlin an Politik und Pflegereform auf: 82 Prozent der Befragten fordern, dass die Pflege in Deutschland „für alle bezahlbar“ werden müsse. Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung.
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Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Berlin
DAK-Report: Menschen in Berlin verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung
- Aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt Erwartungen an große Pflegereform
- Fast 50 Prozent der Befragten in Berlin rechnen in Zukunft mit schlechterer Versorgung
- DAK-Landeschef Volker Röttsches fordert strukturelle Neuausrichtung der Pflegeversicherung
In Berlin gibt es einen großen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Pflegeversorgung: 61 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. Fast jeder Zweite rechnet mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Diese zeigt die Erwartungen der Menschen in Berlin an Politik und Pflegereform auf: 82 Prozent der Befragten fordern, dass die Pflege in Deutschland „für alle bezahlbar“ werden müsse. Hohe Kosten für die Pflege im Heim werden als eines der zentralen Probleme benannt. Ende 2025 hatte die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Bund-Länder-Kommission „Zukunftspakt Pflege“ ihre „Roadmap“ für die angekündigte große Pflegereform vorgelegt.
„Unser DAK-Pflegereport zeigt eine große Verunsicherung der Berliner“, sagt Volker Röttsches, Landeschef der DAK-Gesundheit. „Die Politik muss die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger endlich ernst nehmen und handeln. Das Vertrauen der Menschen auf gute Pflege muss wiederhergestellt werden. Wir brauchen jetzt zügig eine Reform mit einer strukturellen Neuausrichtung der Pflegeversicherung, die die Menschen in Berlin ausreichend, verlässlich und bezahlbar absichert.“
Für den DAK-Pflegereport hatte das Institut für Demoskopie Allensbach gemeinsam mit Studienleiter Prof. Dr. Thomas Klie bundesweit rund 4.400 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren befragt, davon knapp 250 in Berlin. Die Ergebnisse zeigen die Erwartungen, Ängste und Herausforderungen der Bevölkerung auf. Demnach sehen 69 Prozent der Befragten in Berlin die Finanzierung der Pflegeversicherung als nicht gesichert an.
Große Sorge um verlässliche Pflegeversorgung
Die Mehrheit der Menschen in Berlin sieht die Pflegeversorgung gefährdet: 61 Prozent der Befragten empfinden diese als nicht gut oder gar nicht gut. Rund 46 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtert. Wie im Bund sehen die Befragten in Berlin die größten Probleme im Bereich der Finanzierung: 63 Prozent der Befragten nennen an erster Stelle die hohen Kosten für Pflegebedürftige und ihre Familien bei stationärer Pflege. Ebenso viele bewerten den Personalmangel und fehlende Pflegekräfte als größtes Problem, während aus Sicht von 57 Prozent die Finanzierung des gesamten Pflegesystems die schwerwiegendste Herausforderung darstellt.
Bevölkerung fordert bezahlbare Pflege
82 Prozent sehen es als wichtigstes Ziel, die Pflege für alle Menschen bezahlbar zu machen. 79 Prozent erwarten eine langfristige Sicherung der Finanzierung. Für 76 Prozent ist die Deckelung der Pflegeheimplatzkosten wichtig, während sich 63 Prozent eine Vereinfachung des Leistungssystems wünschen. Die große Mehrheit (80 Prozent) der Befragten in Berlin erlebt es als ungerecht, nach langjähriger Einzahlung in die Pflegeversicherung bei Pflegebedarf nicht ausreichend abgesichert zu sein. Beinahe genauso viele (78 Prozent) sind überzeugt, dass die Pflege für viele Menschen schlicht nicht mehr bezahlbar ist. Zwei Drittel fürchten, durch die Kosten überfordert zu werden, sollten sie selbst pflegedürftig werden. 70 Prozent der Befragten setzen Pflege mit einem Armutsrisiko für Pflegebedürftige und ihre Familien gleich.
Mehrheit fordert staatliche Zuschüsse zur finanziellen Absicherung
Um die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung auf ein zukunftssicheres Fundament zu stellen, sieht die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Berlin den Staat in der Pflicht: Mehr als die Hälfte der Befragten (62 Prozent) findet, es sei ausschließlich Sache des Staates und der gesetzlichen Pflegeversicherung, einen Pflegebedarf abzusichern. 60 Prozent finden, es sollten staatliche Zuschüsse oder Steuermittel eingesetzt werden, um die Absicherung von Pflegebedürftigen sicherzustellen. 46 Prozent halten eine Beitragserhöhung für vermögende oder gutverdienende Menschen für den richtigen Weg. Fast ebenso viele (42 Prozent) finden, Vermögende sollten im Pflegefall stärker an den Pflegekosten beteiligt werden. Ein klares Meinungsbild gibt es auch zur Überlegung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, eine private Pflegezusatzversicherung einzuführen: Nur eine Minderheit (20 Prozent) befürwortet dies.
Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen Versicherten, davon mehr als 260.000 in Berlin, die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands. Aktuell beziehen davon rund 560.000 bundesweit Leistungen der Pflegekasse. Angebote zum Thema Pflege unter Pflege: Tipps und Leistungen (dak.de)
Freundliche Grüße Stefan Poetig DAK-Gesundheit Unternehmenskommunikation/Public Relations Pressesprecher Berlin Beuthstraße 6, 10117 Berlin Tel.: 030 981 941 6 1127, Fax: 040 334 701 689 62 Handy: 0173 2462071 mailto:stefan.poetig@dak.de http://www.dak.de/presse http://www.twitter.com/dakgesundheit http://www.facebook.com/dakonline