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26.08.2020 – 10:05

DAK-Gesundheit

DAK-Gesundheitsreport Brandenburg: Sinkender Krankenstand trotz Corona-Pandemie

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Trotz Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Brandenburg im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Mit 5,3 Prozent liegt er damit aber erneut deutlich über dem Bundesdurchschnitt (4,2 Prozent). Das zeigt der aktuelle DAK-Gesundheitsreport 2020. Lesen Sie mehr in unserer Presseaussendung.

Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Brandenburg

Brandenburg: Sinkender Krankenstand trotz Corona-Pandemie

Anstieg der Fehltage bei Atemwegserkrankungen, Muskel-Skelett-Krankheiten und psychischen Leiden

Trotz Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Brandenburg im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Mit 5,3 Prozent liegt er damit aber erneut deutlich über dem Bundesdurchschnitt (4,2 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren an jedem Tag des ersten Halbjahres von 1.000 Arbeitnehmern 53 krankgeschrieben. Allerdings gab es einen Anstieg der Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankung - um neun Prozent auf 183 Tage je 100 Beschäftigte. Insgesamt liegen die Fehlzeiten durch Erkältungen, Grippe & Co. jedoch immer noch unterhalb des schweren Grippejahres 2018. Der DAK-Report für Brandenburg zeigt auch: Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems stehen mit 223 Fehltagen weiterhin an der Spitze der Erkrankungsgruppen.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit zeigt die Entwicklung des Krankenstandes im vergangenen Jahr und die wichtigsten Veränderungen im ersten Halbjahr 2020 auf. Demnach hatten im ersten Halbjahr 2020 DAK-versicherte Beschäftigte in Brandenburg durchschnittlich genauso viele Fehltage wie im Vorjahreshalbjahr: 9,7 Tage. Im Monatsvergleich lag der Krankenstand 2020 mit Ausnahme der Monate April und Juni unterhalb des Vorjahres. So lag der Krankenstand selbst im Lockdown-Monat März mit 6,6 Prozent unter dem März 2019. Im April ging der Krankenstand auf 6,3 Prozent zurück (2019: 5,5 Prozent). In den Monaten Mai und Juni erreichte er mit 4,2 beziehungsweise 3,3 Prozent Tiefstände. "Entgegen der Erwartungen ist ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben, obwohl es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab", erklärt Anke Grubitz, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Brandenburg. "Das zeigt, dass einfache Lösungen für das Krankschreibungs-Geschehen sehr sinnvoll sind." Die DAK-Gesundheit begrüßt deshalb die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Krankschreibung per Videosprechstunde. "Wir müssen nicht nur bei COVID-19, sondern bei vielen Erkrankungen generell die Ansteckungsgefahr für das Praxispersonal und für andere Patienten mit bedenken. Wenn neue Formen der Kommunikation die persönliche Begegnung in der Arztpraxis ersetzen, ist das ein wichtiger Fortschritt."

Über die Hälfte aller Fehltage im ersten Halbjahr 2020 lassen sich auf drei Krankheitsarten zurückführen: An erster Stelle stehen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Sie sind für mehr als jeden fünften Fehltag (22,9 Prozent) von Arbeitnehmern verantwortlich. Danach folgen - mit einem Anstieg zum Vorjahreshalbjahr von neun Prozent - Atemwegserkrankungen mit 18,8 Prozent. An dritter Stelle - mit einem Plus von fünf Prozent - liegen psychische Leiden mit 15,3 Prozent Anteil am Gesamtkrankenstand. Bei den Atemwegsproblemen gibt es einen Anstieg um 5 Prozent. Das Niveau liegt mit 183 Fehltagen je 100 Arbeitnehmer weit unter dem des schweren Grippejahres 2018 (224 Fehltage). "Auch dies zeigt, dass sich die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Epidemie bewährt haben," so Anke Grubitz.

Neben dem ersten Halbjahr 2020 analysiert der DAK-Gesundheitsreport für Brandenburg auch die Fehlzeiten des vergangenen Jahres. Die Vollauswertung des gesamten Jahres 2019 zeigt: Der Krankenstand sank von 2018 auf 2019 von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent. An erster Stelle standen Muskel-Skelett-Probleme, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Sie waren für mehr als jeden fünften Fehltag von Beschäftigten in der Mark verantwortlich (22,4 Prozent). Danach folgten psychische Leiden mit 15,7 Prozent. An dritter Stelle standen mit 15,2 Prozent Atemwegserkrankungen wie Grippe, Bronchitis oder Sinusitis.

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von mehr als 110.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Brandenburg für das erste Halbjahr 2020 sowie für 2019 aus.

Freundliche Grüße

Stefan Poetig
DAK-Gesundheit

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Pressesprecher Brandenburg
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