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06.06.2013 – 11:00

DAK-Gesundheit

Kunst gegen Komasaufen: Drogenbeauftragte und DAK küren die besten Plakate 2013 (BILD)

Kunst gegen Komasaufen: Drogenbeauftragte und DAK küren die besten Plakate 2013 (BILD)
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Hamburg (ots)

Was tun gegen den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen? Seit Februar haben 17.000 Schüler kreative Ideen zum Thema entwickelt und sich am bundesweiten DAK-Plakatwettbewerb "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" beteiligt. Bundessieger 2013 wurde die Klasse einer Berufsschule aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, die Band "Luxuslärm" und der Chef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, wählten die bunte Rettungs-Aktion eines gestürzten blauen "Komasäufers" zum besten Plakat 2013 gegen das Rauschtrinken. Mit der beeindruckenden Team-Arbeit gewannen die jungen Künstler den Hauptpreis von 500 Euro. Der zweite und dritte Platz wurde an Schüler aus Niedersachsen und Berlin vergeben. Der Sonderpreis "Junge Künstler" ging nach Bremen.

"Es ist ein richtiges und wichtiges Signal, wenn Jugendliche beim Thema Rauschtrinken selbst Farbe bekennen und plakativ vor den Risiken warnen", sagt Herbert Rebscher von der DAK-Gesundheit. "Das Besondere der ausgezeichneten Bilder ist, dass die jungen Künstler auch Auswege beim Alkoholmissbrauch aufzeigen." Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2011 insgesamt 26.349 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Den stärksten Anstieg gab es bei den 10- bis 15-Jährigen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, lobte die große Beteiligung von 17.000 Schülern an der Kampagne "bunt statt blau", die sie im vierten Jahr als Schirmherrin unterstützt. "Mit einem einfachen Slogan bringt der Wettbewerb jedes Jahr mehr Jungen und Mädchen dazu, sich kreativ mit dem Thema Rauschtrinken auseinanderzusetzen. Mit großem Erfolg und beeindruckenden Ergebnissen", erklärt Mechthild Dyckmans. "Auch Lehrer können den Wettbewerb nutzen, um mit Jugendlichen darüber zu diskutieren. Neben Freunden und Eltern haben Schulen eine große Verantwortung. Die Aufklärung über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs muss fester Bestandteil des Schulunterrichts sein." Im aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird erneut auf den DAK-Plakatwettbewerb als erfolgreiche und beispielhafte Präventionskampagne hingewiesen, an dem seit Start im Jahr 2010 bereits 52.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen haben. Aktuell lässt die DAK-Gesundheit wissenschaftlich untersuchen, ob sich die Teilnahme an der Aktion auf den Alkoholkonsum der Jugendlichen auswirkt.

Das Kunstwerk der Bundessieger zeigt eine gemeinschaftliche Rettungs-Aktion einer Schulklasse für ein "blaues" junges Alkohol-Opfer. "Die Gemeinschaft muss mit Stärke, Selbstbewusstsein, Mut und Attraktivität versuchen, den schwachen, verzweifelten Komasäufer auf ihre Seite zu ziehen", sagen die Berufsschüler zu ihrem erfolgreichen Foto-Plakat. "Gemeinschaft kann ein Zeichen gegen die Gefahr des übermäßigen Alkoholkonsums setzen. Das Plakat fordert den Betrachter auf, sich ebenfalls gegen das Komasaufen zu engagieren."

Auch die bekannte Band "Luxuslärm" unterstützt die Kampagne als Mitglied der Bundesjury. "Es ist toll zu sehen, dass das Thema auf so vielfältige Art angegangen wird und dass auch Wege aus der Sucht hinaus dargestellt werden", erklärt die Band nach der Entscheidung. "Die Plakate sind wieder unglaublich einfallsreich."

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak-buntstattblau.de. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne "bunt statt blau" ist eingebunden in die "Aktion Glasklar", mit der die DAK-Gesundheit bereits seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2014 fortgesetzt.

Pressekontakt:

DAK-Gesundheit
Pressestelle
Rüdiger Scharf
Telefon: 040 / 2396-1409
E-Mail: ruediger.scharf@dak.de

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