Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)

Bilanz: Zehn Jahre Stiftung "Hilfe für Helfer"
Neue Herausforderungen für die Psychosoziale Notfallversorgung

Berlin (ots) - In ihrem zehnten Jahr setzt sich die Stiftung "Hilfe für Helfer" des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der Daimler AG nach wie vor aktiv für die Unterstützung von Feuerwehrkräften nach belastenden Einsätzen ein. Mittlerweile neue Herausforderungen, wie das Managen der psychosozialen Betreuung bei Großschadenslagen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahren, standen im Mittelpunkt eines von der Stiftung angebotenen Workshops im Rahmen des 28. Deutschen Feuerwehrtages in Leipzig.

Rund 40 Besucher nutzten die Chance, einen umfassenden Einstieg in eine komplexe Thematik zu erhalten. Neben der Vermittlung grundlegender Informationen erhoffte sich DFV-Präsident Hans-Peter Kröger auch eine "persönliche Vernetzung der Beteiligten und Impulse aus der Praxis für neue Ansätze".

Der Workshop präsentierte sich mit einer Reihe kompetenter Vortragender: Den Anfang machte Frank Waterstraat, hauptberuflicher Pastor und ehrenamtlicher Fachberater Seelsorge des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, der auch die Moderation der Veranstaltung übernahm. In seinen einführenden Worten stellte Waterstraat die Notwendigkeit der "Hilfe für Helfer" klar. "Wir brauchen Hilfe für Helfer, aber unter definierten Bedingungen!", erklärte der DFV-Fachberater Notfallseelsorge. Neben einem "transparenten, offenen und in der Sache konsequenten Diskurs mit allen Akteuren" seien die Kooperation der unterschiedlichsten Disziplinen - von Theologie über Soziologie bis hin zu Medizin - und die Schaffung von struktureller Sicherheit, zum Beispiel durch die feste Einrichtung von Fachberaterstellen, Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung psychosozialer Betreuungskonzepte.

Ein besonderes Anliegen der Stiftung "Hilfe für Helfer", so DFV-Präsident Kröger, sei es, "zur Qualitätssicherung im Bereich der Notfallseelsorge und Notfallpsychologie beizutragen und die Entwicklung von Qualitätsstandards zu fördern". Zu diesem Themenkomplex informierten Verena Blank-Gorki und Dr. Claudia Schedlich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über aktuelle Bestrebungen, die bundesweit unübersichtlichen und begrifflich weit differierenden Strukturen der "Psychosozialen Notfallversorgung" (PSNV) zu vereinheitlichen und damit überregionale Einsatzlagen zu vereinfachen.

In weiteren Vorträgen wurden den Teilnehmenden bereits erfolgreich umgesetzte PSNV-Systeme in ländlichen und städtischen Gebieten sowie die Angebote der Feuerwehrunfallkassen (FUK) vorgestellt. Der Abschluss des Workshops fand schließlich auf dem Vorführgelände der Leipziger Messe statt. Während einer praktischen Übung demonstrierten Angehörige der Berufsfeuerwehr Leipzig in Zusammenarbeit mit einer Schauspielgruppe aus Köln verschiedene Szenarien der Psychosozialen Notfallversorgung während eines Einsatzes mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahren.

(Gabriele Plahusch)

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