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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Fifa/Blatter/Wiederwahl

Stuttgart (ots) - Es klingt wie ein schlechter Witz. Der lauthals propagierte Neuanfang startet mit dem, der politisch für den Skandal verantwortlich ist. Dieser Freitag in Zürich steht für ein Versagen der Funktionäre auf ganzer Linie. Es gab die Chance, der Welt zu zeigen, dass es anders geht. Mit aller Verve hätte auf einen Rückzug Blatters und auf eine Verschiebung der Wahl gedrungen werden müssen. Allen voran der europäische Fußballverband Uefa. Er hat sich zwar an die Spitze der Kritiker gesetzt, ist aber schon daran gescheitert, die eigenen Verbände komplett hinter sich zu versammeln.

Europas Verbände müssten ihren großen Worten jetzt Taten folgen lassen und zu drastischen Maßnahmen greifen, wollen sie glaubwürdig sein. Doch eine Abspaltung oder ein WM-Boykott scheint kein wirklich realistisches Szenario zu sein. Die Hoffnung ruht auf anderen: So werden hoffentlich die Staatsanwaltschaften in der Schweiz, in den USA und Großbritannien den Druck hoch halten. Eine weitere Schlüsselrolle haben Sponsoren wie Coca-Cola: Entziehen sie dem Weltverband den Treibstoff für das schmierige System, schmerzt das mehr als alles andere - und je größer der Schmerz, desto größer ist die Chance, dass sich etwas ändert.

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