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Mitteldeutsche Zeitung: Sport/Bundesliga RB-Sportdirektor Rangnick zu BVB-Boykott: "Uns ist das egal."

Halle (ots) - RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat sich am letzten Tag des Trainingslagers im Gespräch zu verschiedenen aktuellen Themen geäußert. Gegenüber der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe) äußerte er sich unter anderem erstmals zum Boykott des ersten RB-Heimspiels durch Teile der Fanszene Borussia Dortmunds, die nicht zum Auswärtsspiel ihrer Mannschaft nach Leipzig fahren wollen. Der Sportdirektor sagte: "Fans, die ihre Teams auswärts nicht begleiten, schaden damit vor allem der eigenen Mannschaft. Uns ist das egal, ob da Fans des BVB kommen oder nicht. Für unser erstes Heimspiel ist die Nachfrage schon jetzt so groß, dass wir fast doppelt so viele Tickets verkaufen könnten, wie bei uns in die Red Bull Arena passen."

Rangnick zog zudem ein Fazit des Trainingslagers und ist vor allem mit der Arbeit des neuen Trainers Ralf Hasenhüttl zufrieden. "Das Ganze passt richtig gut. Und die Spieler merken, dass es sich beim Trainer um jemanden handelt, der weiß, wovon er spricht. Aber wir haben ja keinen Unbekannten verpflichtet und wussten ja schon vor der Reise nach Grassau, wie Ralph Hasenhüttl arbeitet."

RB Leipzig hat sich im Chiemgau acht Tage lange auf die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte vorbereitet und dabei unter anderem gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar (3:2) und den italienischen Erstligisten FC Turin (0:0) getestet. Die zwei Gegentore gegen Eibar sind dabei die bislang einzigen der Vorbereitungszeit. Dennoch sucht der Verein weiter nach einem Innenverteidiger. Rangnick bestätigte: "Gerade im zentralen Abwehrbereich könnte uns ein weiterer Spieler gut zu Gesicht stehen. Wir halten die Augen offen. Aber es muss passen und er muss uns direkt verstärken."

Dass Rangnick auch einen weiteren Außenverteidiger suchen muss, versuchte der 58-Jährige auszuschließen. Das Interesse von Arsenal London an Lukas Klostermann, der gerade für den DFB das Olympische Fußballturnier spielt, ließ Rangnick unkommentiert, äußerte aber seine Zuversicht, dass Klostermann bleibt. "Wir sind in guten Gesprächen mit Lukas und seinem Berater und hoffen, dass wir zeitnah nach seiner Rückkehr die Vertragsverlängerung vollziehen können."

Darüber hinaus äußerte sich Rangnick auch zu seiner Zukunft und erklärte: "Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gerade mache. Auch wenn das letztes Jahr als Trainer schon viel Spaß gemacht hat. Wichtig ist für mich: Was ist gut für den Verein? Und der Verein braucht jemanden, der mittel- und langfristig darauf achtet, wie die weitere Entwicklung verlaufen soll. Aber ich bin jetzt 58 und ausschließen, dass ich irgendwann noch einmal in irgendeiner Konstellation als Trainer arbeiten werde, kann ich nicht."

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