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Mitteldeutsche Zeitung: Afghanistan
Bundeswehrverbandschef Kirsch: Isaf sollte zivile Opfer vermeiden

    Halle (ots) - Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat mit Blick auf den Luftangriff der NATO auf zwei von den Taliban entführte Tanklastzüge betont, dass es Ziel der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf sei, zivile Opfer zu vermeiden. "Tod und Verwundung sind Teil der Einsätze geworden - aber eben auch das selber Töten müssen", sagte er der in Halle erscheinenden"Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe) zu dem Vorfall nahe Kundus. "Das ist eine andere Qualität des Einsatzes, als wir sie in der Vergangenheit hatten, insbesondere weil der Gegner taktisch geordnet und in der Kampfweise klug vorgeht." Kirsch erklärte weiter, er könne die Ereignisse aus der Ferne schwer beurteilen, fügte aber hinzu: "Sollte es so sein, dass die Kampfflugzeuge die Tanklaster angegriffen haben, dann wäre das sicherlich nicht im Sinne des Isaf-Kommandeurs. Denn genau der hat sich zum Ziel gesetzt, Opfer in der Zivilbevölkerung zu vermeiden." Der Vorfall müsse deshalb "definitiv" untersucht werden.

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