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Mitteldeutsche Zeitung: Datenskandal bei der Bahn Politiker kritisieren die Bahn

Halle (ots)

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses,
Sebastian Edathy (SPD), hat die Datenschutzverstöße bei der Deutschen
Bahn AG scharf kritisiert. "Es ist mir völlig unverständlich, wie ein
Unternehmen dazu kommt, einen Teil seiner Beschäftigten einer Art 
Rasterfahndung zu unterziehen", sagte er gestern der in Halle 
erscheinden Mitteldeutschen Zeitung. "Dafür gibt es keine 
Rechtsgrundlage." Mit Hilfe des neuen Bundesdatenschutzgesetzes müsse
"sichergestellt werden, dass Bußgelder nicht aus der Portokasse 
bezahlt werden können". Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach übte 
ebenfalls Kritik: "Es existiert keine Rechtfertigung dafür, dass man 
ohne konkrete Verdachtsmomente die privaten Lebensumstände von 
Mitarbeitern ausforscht."
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar will nun bei der 
Deutschen Post AG recherchieren, ob es dort vergleichbare 
Vorkommnisse gab. "Es ist richtig, dass die ersten Hinweise auf 
entsprechende Praktiken schon im letzten Jahr in den Medien standen",
sagte er mit Blick auf die Bahn. "Das hat uns veranlasst, bei den 
Firmen, die unserer Aufsicht unterliegen, noch einmal nachzufragen. 
Das war neben der Telekom auch die Post." Dort sei die Auskunft 
gekommen, es lägen keine schriftlichen Hinweise auf Beauftragungen 
vor. Jetzt zeige sich bei der Bahn, dass es offensichtlich auch 
nicht-schriftliche  Aufträge gegeben haben muss.

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Tel.: 0345 565 4300

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