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Mitteldeutsche Zeitung: Gesundheit Im Land fehlen Fachärzte - 40 Stellen in Sachsen-Anhalt unbesetzt - Kuppe will neuen Versorgungsschlüssel

    Halle (ots) - In Sachsen-Anhalt sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 40 Facharztstellen aller Bereiche unbesetzt. Neben Augenärzten fehlten vor allem Orthopäden und Nervenärzte, sagte Michael Diestelhorst von der KV der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Viele Mediziner fänden keine Nachfolger, auf der anderen Seite steige der  Behandlungsbedarf der alternden Bevölkerung. Angesichts teilweise dramatischer Versorgungsengpässe kündigte Sozialministerin Gerlinde Kuppe (SPD) an, die ambulante und stationäre Patientenversorgung zu verbessern. So will sich Kuppe über die Konferenz der Ländergesundheitsminister dafür einsetzen, die Zahl der Ärzte je Einwohner zu ändern. Dieses Verhältnis wird bundesweit vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen festgelegt, allerdings auf der Basis von Daten aus dem Jahr 1993. "Es muss dabei viel stärker berücksichtigt werden, dass es immer mehr ältere Menschen gibt", forderte die Ministerin. Das sei ein Problem, das nicht nur Sachsen-Anhalt allein betreffe. Zudem will das Land gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer, den Krankenkassen, der Krankenhausgesellschaft und weiteren Verbänden konkrete Versorgungsziele für einzelne Facharztbereiche definieren. Wie diese aussehen sollen, ist allerdings noch unklar. Denkbar sind laut der Ministerin die Entwicklung von Krankenhäusern zu Gesundheits- und Sozialzentren, aber auch mobile Versorgung.

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