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Mitteldeutsche Zeitung: Tarife/Verkehr/Bahn GDL beharrt auf eigenständigen Tarifvertrag

    Halle (ots) - Im Tarifkonflikt bei der Bahn beharrt die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) auf einen eigenständigen Tarifvertrag. "Die Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag ist für uns nicht verhandelbar", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GDL, Claus Weselsky, der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Zugleich kritisierte er indirekt Bahnchef Hartmut Mehdorn, der am Wochenende Details des Verhandlunsgangebotes öffentlich gemacht habe. "Der Konflikt hat sich seit Monaten immer weiter verschärft, obwohl es in der Sache gar nichts Neues gab." Deshalb habe man diesmal Stillschweigen vereinbart, an das er, Weselsky, sich halten wolle.

    Weselsky machte aber deutlich, dass man bereit sei zu kämpfen. "Die wichtigsten Forderungen sind im öffentlichen Bewusstsein verankert", sagte er mit Blick auf das Nettoeinkommen der Lokführer in Höhe von 1.500 Euro und die schlechten Arbeitszeiten. "Wir sind mit dem richtigen Thema zur richtigen Zeit auf dem Markt", so der Gewerkschafter, der als designierter Nachfolger von GDL-Chef Manfred Schell gilt. Er warf Mehdorn Realitätsferne vor. "Die Konzernspitze der Bahn kennt die Stimmung an der Basis nicht mehr." Es regiere die Angst. "Jedesmal, wenn sich einer aus der Deckung wagte, wurde er doch wegrasiert."

    Wie die Zeitung weiterschreibt, hat der Gewerkschaftsvize einen für Mitte Dezember geplanten Thailand-Urlaub abgesagt und auf das nächste Jahr umgebucht. Grund sei die Sorge, dass der Tarifkonflikt bis dahin noch nicht gelöst sein könnte.

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