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Lausitzer Rundschau: Zu WM-Geschäft/regionale Wirtschaft: Nähe nutzen

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu WM-Geschäft/regionale Wirtschaft: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland war auf den Rängen in den Stadien und auf den Fan-Meilen in den Städten unbestritten ein stimmungsvolles, beeindruckendes Fest. Ebenso unbestritten ist, dass sie der Wirtschaft in der Lausitz und der Elbe-Elster-Region nur ein flaues Geschäft bescherte. Ein paar Liter Bier, die mehr verkauft wurden, örtliche Fan-Meilen mit überschaubarem Publikum, ein paar Zeitjobs - das war's. Dass sich die Enttäuschung dennoch in Grenzen hält, liegt an der Messlatte geschäftlicher Erwartungen, die bei Realisten eher niedrig angelegt war. Junge, vom Fußball angezogene und begeisterte Leute kommen wegen der Spiele und der gemeinsamen Feier davor und danach und ruhen sich zwischendurch etwas aus, statt eine Kahnpartie im Spreewald zu unternehmen, durch den Branitzer Park in Cottbus zu spazieren oder sich die IBA Fürst-Pückler-Land anzuschauen. Das ist keine neue Erkenntnis sondern eine Erfahrung, die bestärkt wurde. Ob sich die Hoffnungen der Tourismusbranche erfüllen, dass in den folgenden Jahren ehemalige WM-Gäste als Urlauber in die Region kommen, bleibt abzuwarten. Ein Selbstläufer wird das nicht. Wer nur auf den Ansturm wartet, ohne potenzielle Gäste anzusprechen, wird am Ende mehr enttäuscht sein, als jetzt nach den Tagen der WM. Die Nähe zu Berlin und Leipzig kann, zum Vorteil werden, weil die beiden einzigen ostdeutschen Gastgeber-Städte während des Turniers an Anziehungskraft im In- und Ausland gewonnen haben. Darauf muss man noch mehr setzen.

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