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Lausitzer Rundschau: Die Lausitzer Rundschau Cottbus zur möglichen Einigung im Ärztestreik: Es geht um die Wurst

    Cottbus (ots) - Morgen um 10 Uhr schlägt in Berlin die Stunde der Wahrheit. Dann sitzen sich die beiden tarifpolischen Streithähne - Frank Ulrich Montgomery für die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und Hartmut Möllring als Arbeitgebervertreter für die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) - zum Tarifpoker Auge in Auge gegenüber. Nach mehr als drei Monaten Arbeitskampf bahnt sich im Tarifkonflikt an Uni-Kliniken und Landeskrankenhäusern eine Lösung an. Im Kampf der Klinikärzte haben sich die Ziele und Gewichte in den vergangenen Wochen leicht verschoben. Zwar geht es nach wie vor um mehr Geld vor allem für die jungen Ärzte und um gerechtere Arbeitszeiten. Im Kern wird jedoch inzwischen darum gerungen, ob die Arbeitgeber der großen Ärztegewerkschaft Marburger Bund einen eigenen Tarifvertrag zugestehen. Bis vergangene Woche hieß es dazu von den Länderfinanzministern: Nein. Allzu gerne hätten die Arbeitgeber mit der Dienstleistungsgewerkschaft verdi nur einen tarifpolitischen Ansprechpartner auf diesem Terrain. Dabei vertritt verdi nur eine verschwindend geringe Zahl von Ärzten. Mit dem fadenscheinigen Taschenspieler-Trick, mit verdi abzuschließen und das Tarifergebnis dann dem Marburger Bund kaltschnäuzig überstülpen zu wollen, hat Möllring viel Porzellan zerschlagen und die Mediziner erst recht gegen sich aufgebracht und in die Solidarisierung mit dem Marburger Bund getrieben. So viel Einigkeit und Kampfeswille gab es unter den Ärzten noch nie. Wer elementare Rechte von Arbeitnehmern und ihren Organisationen mit Füßen tritt, muss sich über das Echo nicht wundern. An einem eigenständigen Tarifvertrag für den Marburger Bund führt jetzt kein Weg mehr vorbei.

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