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Lausitzer Rundschau: Zu Chrobog/Jemen: Solide Diplomatie

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Chrobog/Jemen:

    Kaum im Amt, schon hatte die neue Bundesregierung zwei überaus heikle außenpolitische Herausforderungen zu meistern: Die Entführung der Archäologin Susanne Osthoff und die Verschleppung der Familie des ehemaligen Staatssekretärs Jürgen Chrobog. Auch wenn die Hintergründe der Freilassungen noch im Dunkeln liegen, man muss dem Auswärtigen Amt und Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Krisenmanagement insgesamt Respekt zollen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Entführungen von Ausländern meist nicht glimpflich ausgehen. Weil Menschenleben in solchen Regionen eben wenig zählen. Dass es in diesen beiden Fällen anders gewesen ist, hat nicht nur, aber auch etwas mit solider Diplomatie hinter den Kulissen zu tun gehabt. Klar doch: Man darf das Abenteuertum der Betroffenen durchaus kritisch beleuchten, es befreit den Staat aber nicht von seiner Pflicht, alles zur Freilassung seiner Bürger zu tun, wenn sie in Geiselhaft geraten sind. Dies ist anscheinend geschehen. Im Falle Chrobog mag zudem der Status des ehemaligen, weltweit agierenden, anerkannten Spitzendiplomaten geholfen haben, die Entführung schnell und glücklich zu beenden. Osthoff und nun Chrobog zeigen: Auch in der Nach-Joschka-Fischer- Zeit sind gute Außenpolitik und gutes Krisenmanagement möglich. Nicht jeder hat sich dies vor einigen Wochen vorstellen können.


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