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Lausitzer Rundschau: Lausitzer Rundschau zu: Isarels Armee verlässt den Gazastreifen
Hoffnung für Palästinenser

    Cottbus (ots) - Seit heute Morgen ist der Gazastreifen frei. Erstmals seit Jahrtausenden. 38 für beide Seiten schlimme Jahre sind zu Ende. Grund zum Feiern für die Palästinenser, Grund zum Aufatmen für die Israelis, Grund Ariel Scharon Abbitte zu leisten. Aber auch kein Grund für übertriebene Friedenshoffnungen. Was im Ausland niemand und in Israel nur wenige für möglich gehalten haben ist eingetreten: Scharon hat Wort gehalten. Der als Kriegstreiber und Palästinenser-Unterdrücker verschrieene Regierungschef hat seine vor zwei Jahren gemachte Ankündigung, den Gazastreifen auf- und an die Palästinenser abzugeben, wahr gemacht. Nicht um den Palästinensern einen Gefallen zu tun; auch nicht um des Friedens willen. Und erst recht nicht als Kapitulation vor dem islamistischen Terror. Sondern aus der neu gewonnenen Einsicht heraus, so das Beste für Israels Sicherheit, namentlich für die der einzelnen Bürger des jüdischen Staates, zu tun. Scharon hat den Palästinensern mit den Siedlungsräumungen und dem nun abgeschlossenen Truppenabzug aus dem Gazastreifen einen bedeutenden Schritt in Richtung eigener Staat erlaubt. Falls Mahmud Abbas seine Alles-oder-nichts-Strategie zu Gunsten eines schrittweisen Vorgehens aufgibt, wenn er also nicht hier und jetzt auf der Befreiung des gesamten Westjordanlandes als Vorbedingung für die Ausrufung des unabhängigen Palästina besteht, dann ist dieser näher denn je gerückt. Dazu braucht er nicht nur die wirtschaftliche Hilfe des Auslandes, sondern es erfordert auch dessen politischen Druck.


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