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Lausitzer Rundschau: Welternährungsgipfel in Rom eröffnet

    Cottbus (ots) - Alle fünf Sekunden verhungert irgendwo auf der Welt ein Kind. Mehr als sechsMillionen Kinder sterben pro Jahr an Unterernährung. Mehr als eine Milliarde Menschen hungern weltweit. Vom Milleniumsziel der Vereinten Nationen, bis zum Jahr 2015 die Zahl der Hungernden in der Welt zu halbieren, ist die weltweite Staatengemeinschaft weiter entfernt denn je. Der Welternährungsgipfel der UN findet mitten in dieser weltweiten Ernährungskrise statt. Helfen freilich wird das den Hungernden kaum. Denn, wenn selbst der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, an einem eintägigen Hungerstreik teilnimmt, um gegen den Hunger zu protestieren, zeugt das zwar von einem gewissen Problembewusstsein, das auch bei den Staats- und Regierungschefs vorhanden ist. Doch bis zu konkreten Ergebnissen des Gipfels ist es noch ein weiter Weg: Es braucht keine prophetischen Gaben, um vorherzusehen, dass die Exporte subventionierter Agrarprodukte in die Entwicklungsländer weitergehen werden - auch wenn sie die Landwirtschaft vor Ort vernichten. Dass sich die weltweite Staatengemeinschaft auf die vom Chef der Welternährungsorganisation, Jacques Diouf, geforderten 44Milliarden Dollar jährliche Unterstützung für die Entwicklungsländer einigt, steht nicht zu erwarten. Aber selbst wenn eine größere Summe Geldes zur Verfügung gestellt werden würde, heißt das nicht, dass dieses Geld am Ende auch in die Entwicklungsländer fließt. Letztlich wird es wohl auch in Rom bei Sonntagsreden bleiben.

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