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Lausitzer Rundschau: IOC vergibt Olympische Spiele 2016 nach Rio de Janeiro Deftige Ohrfeide für Obama

    Cottbus (ots) - Der Einsatz des mächtigsten Mannes der Welt hat die Entscheidung über die Vergabe der Olympischen Spiele2016 enorm beeinflusst. Allerdings nicht so, wie es sich US-Präsident Barack Obama und die von ihm promotete Bewerberstadt Chicago erhofft und mit dem Amerika-eigenem Selbstbewusstsein eigentlich auch erwartet hatten. Schon im ersten Wahlgang flog die favorisierte Metropole vom Michigansee aus dem Rennen. Das frühe Aus ist eine deftige Ohrfeige der olympischen Gemeinschaft für die USA, wohl weil die mit der fünfstündigen Blitzvisite Obamas in Kopenhagen den arroganten Anschein erweckten, dass man als Weltmacht mal eben so im Vorbeigehen die Olympischen Spiele vor die eigene Haustür beordern könne. Auch die Drohgebärden des US-Fernsehens und großer Sponsoren aus den Vereinigten Staaten, die den Geldhahn nur noch bei der Wahl Chicagos ganz weit aufdrehen wollten, haben offensichtlich eher das Gegenteil bewirkt. Das Votum für Rio de Janeiro ist ein Beleg dafür, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) offensichtlich aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Nach den Coca-Cola-Spielen1996 in Atlanta und dem Korruptionsskandal bei der Vergabe der Winterspiele2002 nach Salt Lake City wurden die IOC-Mitglieder inzwischen an die kurze Leine genommen. Nur noch eine Evaluierungskomission durfte in die Bewerberstädte reisen - statt persönlicher Befindlichkeiten der Stimmberechtigten sollten wieder mehr die Fakten über die Vergabe entscheiden. Und die sprachen schon im Vorfeld eine deutliche Sprache: Noch nie fanden die Spiele in Südamerika statt. Nun wird die olympische Welt erweitert - das war längst überfällig.

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