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Lausitzer Rundschau: Die Nominierung der US-Präsidentschaftskandidaten Eine Erleichterung

Cottbus (ots)

Das zunächst so unübersichtliche Feld der Bewerber
um die Nominierung als US-Präsidentschaftskandidat hat sich schnell 
gelichtet. Es sind bei den Demokraten wie bei den Republikanern 
jeweils nur noch zwei Personen wirklich im Rennen. Die Sache wird 
also zwischen Hillary Clinton und Barack Obama auf der einen, Mitt 
Romney und John McCain auf der anderen Seite ausgefochten. McCain und
Clinton wiederum haben derzeit in allen Umfragen einen klaren 
Vorsprung.
Der Vietnam-Kriegsveteran McCain wird im Duell mit Romney, der wie 
eine geklonte Drehbuchfigur daherkommt, schwerlich noch zu stoppen 
sein. Und er hat dann, trotz all der Sünden seiner Partei gute 
Chancen, den Erzrivalen George W. Bush im Weißen Haus zu beerben.
Denn das demokratische Paar liefert sich derzeit einen 
Zermürbungskrieg, der Spuren hinterlässt. Clinton, die laut Umfragen 
immer noch die besseren Karten hat, kämpft fast schon verzweifelt 
gegen den Aufstieg des Hoffnungsträgers Obama. Der hat jetzt auch 
John F. Kennedys Tochter und Bruder auf seiner Seite und keiner weiß,
welche Dynamik sich durch diese zum Mythos gewandelte Figur noch 
entwickeln kann.
Zusammen wären die beiden Demokraten fast schon unschlagbar. Hillary 
braucht einen starken Mann an ihrer Seite, der nicht Bill heißt und 
Barak eine Frau, weiß wie seine Mutter. Beide ahnen inzwischen, dass 
sie gegeneinander möglicherweise gemeinsam untergehen. Obama sendet 
deswegen vorsichtige Versöhnungssignale aus.
Dieser Stand der Dinge ist aus europäischer Sicht jedenfalls eine 
große Erleichterung. McCain ist ein Mann, der weit jenseits des 
Bush'schen Fundamentalismus steht. Er befürwortet zwar die weitere 
Präsenz von US-Streitkräften im Irak und in Afghanistan. Aber in 
seiner rigorosen Ablehnung beispielsweise der von der CIA 
eingesetzten Verhörmethoden lässt er sich auch von keinem Demokraten 
übertrumpfen. McCain steht im US-Senat für eine Vielzahl von 
überparteilichen Initiativen. Er gilt als ein Mann, der zuhören kann,
andere Meinungen nicht nur respektiert, sondern auch abwägt und 
keiner kritischen Frage aus dem Weg geht.
 Clinton wie Obama wären sowieso eine klare Kurskorrektur zur 
bisherigen Politik. Die Deutschen können dieses gelichtete Feld der 
Konkurrenten mit weit größerer Gelassenheit verfolgen als das 
Getummele der vielen Irrlichter.
Und sie können sich damit auch auf die wesentlichen Fragen 
konzentrieren. Denn nach wie vor sind die USA, die mächtigste der 
demokratischen Nationen, von herausragender Bedeutung auch für die 
europäische Politik. Und allen Unkenrufen über die wachsende Macht 
der beiden asiatischen Riesen zum Trotz ist Amerika noch immer von 
dem Willen geprägt, sich nicht überholen zu lassen als kreative, 
innovative Gesellschaft. Dass die Politik dafür - wie in den 
vergangenen Jahren - nicht zum Hindernis wird, ist die tatsächlich 
spannende Frage dieser Wahl in der Vereinigten Staaten.

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