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Rentenpaket: Korrekturen sind unverzichtbar

Berlin (ots) - "Die Renten-Verbesserungen sind richtig, allerdings müssen nun im parlamentarischen Beratungsprozess Korrekturen erfolgen. Die Enttäuschung ist enorm bei denen, die ein Leben lang hart gearbeitet haben und jetzt aufgrund der zu hohen Hürden bei der abschlagsfreien Rente mit 63 außen vor bleiben." Das erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Donnerstag anlässlich der Bundestagsdebatte über das Rentenpaket. "Würde die Rente mit 67 abgeschafft, könnten mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren", sagte Bauer.

Der Präsident des Sozialverbandes warnte davor, die überfälligen Reformen in der Alterssicherung als einen Casus Belli der Generationen zu manipulieren. "Es geht bei der Frage nicht um einen Generationenkonflikt, sondern um einen gerechten und fairen Ausgleich. Die Reform der Mütterrente, die Anhebung des Reha-Deckels und die verlängerte Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente sind unverzichtbar. Die Betroffenen, die arbeiten wollen und es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr können, warten seit Jahren auf bessere Leistungen. Wer ihnen das abspricht, tritt die Generationengerechtigkeit mit Füßen", sagte Bauer mit Blick auf die scharfe Kritik am Rentenpaket.

"Die Stabilität der Rente von heute ist die Voraussetzung für eine sichere Altersversorgung von morgen", erklärte der Verbandspräsident. Er forderte eine umfassende Diskussion über Maßnahmen, die eine weitere Absenkung des Rentenniveaus verhindern. "Höhere Rentenanpassungen und die Rückkehr zur Beitragsparität in der Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner versprechen Hilfe." Der Sozialverband Deutschland hat dazu das Konzept "Für eine lebensstandardsichernde gesetzliche Rente" entwickelt und veröffentlicht. Es ist unter www.sovd.de/rentenniveau/ abrufbar.

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs

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