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17.12.2002 – 18:46

GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung GmbH

Vom Branding zur Beziehungskultur: Kundenbindung durch aktive Marken

    Heidelberg (ots)

Marken sind entzaubert und lassen sich nicht mehr nur als statische "Brand" charakterisieren. Erfolgreiche Bindung der Kunden an Markenartikel braucht daher mehr als das Branding des Produktes. Vielmehr besteht zwischen Konsument und Marke ein interaktives Verhältnis. Sigrid Schmid und Wilhelm Kampik von der GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung zeigten in ihrem Vortrag auf dem "M-Motion-Tag" am 15.11.2002 in Frankfurt am Main Ansatzpunkte für Kundenbindung auf: Je nach Altersstufe und Konsumsozialisation haben aktive Marken die Möglichkeit, durch Interaktivität und soziale wie emotionale Aktivierung der Marke eine dauerhafte Beziehung zum Konsumenten aufzubauen.

         Neue "Kundenmarken" für 55+

    Eine GIM-Eigenstudie hat mit Markentagebüchern und Einzelinterviews die soziale Aktivität von Marken im Lebensverlauf untersucht. Das Ergebnis: Die drei Altersstufen über 55, über 30 und unter 20 zeichnen sich durch eine spezifische Markenbiographie und ein spezifisches Markenverhältnis aus.          Die älteste Gruppe sieht Marken als Autorität und bezieht sich auf wenige Konsensmarken, die für Sicherheit und Qualität bürgen und so Ausdruck von Wohlstand sind ("ich hab's geschafft"). Für sie muss die ideale Marke auf die individuellen Ansprüche von älteren Konsumenten eingehen und ihm etwas bieten - sei es durch erlebbare Exklusivität oder Service.

         Neue "Beziehungsmarken" für 30+

    Die Über-30jährigen praktizieren eine Demokratisierung des
Konsums. Statt Lifestyle-Marken zu huldigen ist diese Gruppe zu
Selbstoptimierung übergegangen und aufgrund von ökonomischen
Restriktionen darüber hinaus gezwungen, selektiv zu konsumieren. Die
neue Markenbeziehung der Über-30jährigen ist ausgewählt emotional,
nur in wenigen persönlich wichtigen Bereiche findet die klassische
Markentreue ihre Fortsetzung.
    
    Neue "authentische Marken" für unter 20 Die Konsumenten der
jüngsten Gruppe sind früh von Marken desillusioniert worden. Sie
haben ein hohes Maß an Konsumkompetenz und suchen nach authentischen
Marken. In völligem Gegensatz zu der ältesten Gruppe gilt: hier:
"Konsument als Autorität - Marke als Möglichkeit".
    
    Für alle Altersstufen gilt: Marken, die einen persönlichen Wert
jenseits der Darstellungsdimension bieten, den Konsumenten mit
individuellen Gestaltungs- und Kombinationsvarianten einbinden, und
deren Marketing die Konsumenten in ihrer Kompetenz ernst nimmt, haben
auch zukünftig eine Chance ...
    
    
ots Originaltext: GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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