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18.04.2003 – 10:00

Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Abgabenlast bedroht kleine und mittelständische Bäckereien

    Bad Honnef (ots)

Angesichts sinkender Umsatz- und
Beschäftigtenzahlen im Bäckerhandwerk fordert der Zentralverband des
Deutschen Bäckerhandwerks ein Vorziehen der ursprünglich geplanten
steuerlichen Entlastung des Mittelstandes, die auf das kommenden Jahr
verschoben worden ist. Insgesamt müsse die Abgabenbelastung von
Betrieben und Arbeitnehmern kurzfristig reduziert werden, um die
Negativentwicklung aufzuhalten.
    
    Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat im Rahmen der
vierteljährlichen Handwerksberichterstattung die aktuellen Messzahlen
für Umsatz und Beschäftigte der selbständigen Handwerksunternehmen
veröffentlicht, die vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks
in absolute Zahlen umgerechnet werden. Nach dieser Berechnung auf der
Grundlage der Zahlen des Statistischen Bundesamtes nahm der Umsatz
des Bäckerhandwerks im Jahre 2002 um 3,2 % ab im Vergleich zu 2001
und betrug 13,013 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung zwischenzeitlicher
Preissteigerungen lag der Umsatz damit nominal auf dem Niveau von
1995.
    
    Im Jahresdurchschnitt 2002 wurden im Bäckerhandwerk 300.200
Personen beschäftigt. Das bedeutet einen Rückgang von 9.300 gegenüber
2001 (- 3 Prozent).
    
    Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks,
Peter Becker, erklärte hierzu: "Die beklagenswerte wirtschaftliche
Gesamtsituation schlägt sich immer stärker im handwerklichen
Mittelstand und damit auch im Lebensmittelhandwerk nieder. Der
ohnehin äußerst harte Wettbewerb im Brot- und Backwarenbereich wird
verschärft durch ständig zunehmende Kostensteigerungen, die
ausschließlich vom Gesetzgeber zu verantworten sind. Die für Januar
vorgesehene steuerliche Entlastung des Mittelstandes hat nicht
stattgefunden, obwohl die zur Begründung herangezogene
Flutkatastrophe keineswegs den zunächst befürchteten Finanzaufwand
erfordert hat. Verbunden mit den Steigerungen im Bereich der
Ökosteuer und im Sozialabgabenbereich wirkt sich die Kostenbelastung
mittlerweile existenzbedrohend für viele kleine und mittlere
Unternehmen des Bäcker- und Konditorenhandwerks aus. Damit sind
Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze und selbständige Existenzen in
besorgniserregender Zahl gefährdet.
    
    Wir fordern Bundesregierung und Gesetzgeber auf, endlich
durchgreifende Maßnahmen zur Senkung der staatlich verordneten
Steuer- und Abgabenlast zu ergreifen. Unser Bäcker- und
Konditorenhandwerk wird seinerseits durch eine Qualitäts- und
Qualifikationsoffensive die Antwort auf die Herausforderungen des
Wettbewerbs geben."
    
ots Originaltext: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Dr. Eberhard Groebel
Hauptgeschäftsführer Zentralverband
des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.
Telefon 0171-362 13 79

www.baeckerhandwerk.de

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