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18.09.2002 – 14:27

Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.

Der Berufsverband der Deutschen Urologen
fordert von der nächsten Regierung eine "mutige" Gesundheitsreform

    Dorfen    Dorfen (ots)

Eine " mutige" Gesundheitsreform forderte der
Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) von der nächsten
Bundesregierung. Wie BDU- Präsident Dr. med. Klaus Schalkhäuser
(Dorfen bei München) anlässlich des Deutschen Urologenkongresses in
Wiesbaden erläuterte, verlange ein patienten- und
effizienzorientiertes Gesundheitssystem eine Gesundheitsreform, die
langfristig eine finanzierbare Gesundheitsversorgung sichere, nicht
mehr wie in der Vergangenheit Kostendämpfungsmaßnahmen alleine in den
Vordergrund stelle, sondern Fehlsteuerungen korrigiere und den
gesellschaftlichen Herausforderungen einer immer älter werdenden
Bevölkerung gerecht werde.
    
    Die Politik müsse auch den Mut aufbringen, den Begriff Solidarität
neu zu definieren. Auf Grund der demografischen Entwicklung bestünde
dringend Klärungsbedarf, ob die Gesunden den Kranken auch weiterhin
uneingeschränkt helfen könnten, ob die Jungen den Alten und die
sozial Bessergestellten den sozial Schwachen Subsidiarität im
bisherigen Umfang zu sichern könnten.
    
    In jedem Fall müsse sich die ordnungspolitische Ausrichtung der
GKV an den Bedürfnissen der Patienten orientieren. Ökonomie und
ideologisch ausgerichtete Expertenmeinung habe zurückzustehen.
    
    Der Berufsverband der Deutschen Urologen fordert deshalb von der
künftigen Bundes-regierung eine Gesundheitsreform, die die
Finanzierbarkeit der großen Krankheitsrisiken mit der bestverfügbaren
Therapie absichere. Will man in Zukunft eine Zweiklassenmedizin und
Rationierung verhindern, benötige unser Gesundheitssystem
zusätzliches Geld und aus unserer Sicht eine schrittweise Umsetzung
folgender Grundsätze:
    
    1. Das freiheitliche Gesundheitssystem muss erhalten bleiben,
    2. die medizinische Behandlung hat Priorität vor der ökonomischen
         Gestaltung,
    3. eine Leistungsrationierung schadet dem Kranken und Wartelisten
         drohen,
    4. alle Budgetierungen müssen deshalb unverzüglich abgeschafft
         werden,
    5. nicht evidenzbasierte Leistungen sind aus dem Leistungskatalog
         auszugliedern,
    6. der uneingeschränkte Zugang zum Facharzt ist zu gewährleisten,
    7. die Krankenkassen sind von der Zahlung versicherungsfremder
         Leistungen zu befreien,
    8. den Versicherten ist die Wahlmöglichkeit zwischen
         Sachleistungen und Kostenerstattungsprinzip zu gewähren,
    9. dem Versicherten ist ein Entscheidungsrecht über seinen
         Versorgungsumfang einzuräumen,
  10. die Prävention ist als gesellschaftliche und auch
         Staatsaufgabe durch ein Bonus- Modell zu fördern.
    
    Wir gönnen jedem in unserem Lande Lohnerhöhungen. Keinesfalls
könne die niedergelassene Ärzteschaft aber weiterhin akzeptieren, mit
einer Grundlohnsummensteigerung von etwa 1,8% die steigenden
Betriebskosten zu finanzieren und die medizinische Leistungsnachfrage
bei ständig steigenden Fallzahlen zu befriedigen. Für die klinisch
tätigen Ärzte sei eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den
Krankenhäusern unter der europäischen höchstrichterlichen Vorgabe
überfällig.
    
ots Originaltext: Berufsverbandes der Deutschen Urologen e. V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Dr. Klaus Schalkhäuser
Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e. V.
Kreiskrankenhaus Dorfen
Erdinger Strasse 17
84405 Dorfen
Tel: 08081/4 13 13
Fax: 08081/44 68
E-Mail: bdu@bdurol.de

Original-Content von: Berufsverband der Deutschen Urologen e.V., übermittelt durch news aktuell

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