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Stuttgarter Nachrichten: zu Frauen in der CDU

Stuttgart (ots) - Frauen lassen sich von Machtkämpfen eher abschrecken. Vielfach beschworen wird daher ihr Mut, sich dem Wettbewerb zu stellen. Das ist leicht gesagt, wenn etwa potenzielle Direktmandate in Hinterzimmern von Seilschaften vergeben werden oder die Qualifikation von Frauen kritischer hinterfragt wird als die von Männern. Ohne Selbstbewusstsein geht es da nicht. Nahles ist eine Politikerin, die sich von Macho-Gehabe nicht schrecken lässt - sie versucht den "Jungs", wie sie Kollegen nennt, in deren Duktus zu begegnen. Es kann aber keine Lösung sein, sich mit "Ab morgen in die Fresse"-Sprüchen behaupten zu wollen. Dies muss auch mit rationalen Argumenten möglich sein. Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht etwa gilt als nicht weniger durchsetzungsstark, pflegt dabei aber eine Eleganz, die sie in Umfragen weit nach vorne gebracht hat. Mit so einer Politikerin können sich Wählerinnen offenkundig identifizieren. Es braucht solche Vorbilder. Der Druck, die Verhältnisse zu verändern, muss sichtlich von unten kommen.

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