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KBV - Kassenärztliche Bundesvereinigung

"Memorandum of Understanding" unterzeichnet
KBV und Sana Kliniken begründen strategische Kooperation

Berlin (ots)

Niedergelassene Ärzte und Kliniken rücken näher
zusammen. Den Willen zu einer ersten strategischen Kooperation haben 
die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Sana Kliniken in 
einem "Memorandum of Understanding" bekundet.
"Zum Wohle der Patienten bieten wir eine solide Grundlage, auf der
sich die Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Sektor 
entwickeln und erweitern kann. Es handelt sich hier um einen 
Meilenstein bei der Überwindung von Sektorengrenzen. Damit können wir
die Qualität und die Effizienz der Patientenversorgung verbessern", 
erklärte dazu Dr. Andreas Köhler, Vorsitzender des Vorstands der KBV,
heute in Berlin. Im Rahmen der Kooperation sollen gemeinsame 
Strukturen geschaffen werden, zum Beispiel Notfallpraxen und 
fachärztliche Zentren an Krankenhäusern oder telemedizinische 
Angebote. Mit koordinierten Abläufen, etwa im Rahmen der vor- und 
nachstationären Versorgung und der Überleitungspflege oder der 
Abstimmung von Arzneiverordnungen, wird die Behandlung an klassischen
Schnittstellen zwischen ambulantem und stationärem Sektor optimiert.
Die Vereinbarung sieht zudem Kooperationen in wichtigen Bereichen,
zum Beispiel beim Qualitätsmanagement, in der Informationstechnologie
(elektronische Patientenakte) oder in der Logistik vor. "Angesichts 
der knappen Ressourcen im Gesundheitswesen sind wir zuversichtlich, 
mit dieser Vereinbarung neue Formen der Zusammenarbeit zu fördern", 
erläuterte Dr. Michael Philippi, Geschäftsführer der Sana Kliniken. 
"Dazu gehört auch eine bessere Nutzung personeller, apparativer und 
räumlicher Kapazitäten. Insbesondere geht es aber darum, dass 
Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte vertrauensvoll an einer 
gemeinsamen Lösung der anstehenden Probleme arbeiten", so Philippi 
weiter.
Ziel der Kooperation ist unter anderem, in strukturschwachen 
Gebieten eine leistungsfähige medizinische Versorgung 
aufrechtzuerhalten. Im Fokus stehen zudem die Qualität und die 
Flexibilisierung des Leistungsangebotes, die gesteigert werden 
sollen. "Mit dieser Vereinbarung beenden wir das Stadium der 
Lippenbekenntnisse und legen den Grundstein integrierter 
Behandlungsabläufe zwischen niedergelassenen Ärzten und 
Krankenhäusern bundesweit", betonte Köhler.
KBV und Sana Kliniken haben sich darauf verständigt, dass der 
Grund-satz "ambulant vor stationär" gilt. Mit anderen Worten: Wo 
immer medizinisch sinnvoll, werden ambulante Behandlungsformen 
angeboten. Die Kooperationspartner sind sich zudem einig, dass 
niedergelassene Haus- und Fachärzte in der ambulanten Versorgung 
unverzichtbar sind.
"Im Rahmen der strategischen Kooperation werden die KBV und die 
Sana Kliniken im Laufe des Jahres 2006 zunächst an ausgewählten 
Standorten modellhaft Projekte umsetzen", unterstrich Philippi. Der 
Vereinbarung können weitere Partner beitreten. Die Kassenärztlichen 
Vereinigungen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, 
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, 
Schles-wig-Holstein, Nordrhein und Westfalen-Lippe haben ihr 
Interesse daran bereits bekundet.
"Wir sind hochmotiviert und freuen uns auf die gemeinsame 
Zusammenarbeit" so Köhler und Philippi.
Das "Memorandum of Understanding" findet sich auf der 
Internetseite der KBV unter 
http://www.kbv.de/veranstaltungen/7324.html.

Kontakt:

Dr. Roland Stahl (KBV), Tel.: 030 / 4005 - 2202
Susanne Heintzman (Sana Kliniken), Tel.: 089 / 678204-340

Original-Content von: KBV - Kassenärztliche Bundesvereinigung, übermittelt durch news aktuell

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