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28.10.2004 – 08:30

Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.

Anspruchvolles Weiß

Anspruchvolles Weiß
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    Frankfurt am Main (ots)

    - Querverweis: Bild ist unter
        http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs abrufbar –

    Kühlgeräte, Waschmaschinen und Trockner, allesamt fleißige Haushaltshelfer, zeigen sich traditionell in weißem Lack. Der muss überraschend vielfältigen Anforderungen genügen und ist daher beständiges Objekt der Lackforschung.

    Was haben Geschirrspüler, Waschmaschinen, Kühlschränke und Wäschetrockner gemeinsam? Um ein Zitat des seligen Henry Ford ein wenig abzuwandeln: Die praktischen Geräte gibt es in jeder Farbe - vorausgesetzt, sie ist weiß. Die weiße Beschichtung ist so typisch, dass Haushaltsgeräte im Handelsjargon zusammenfassend als "Weiße Ware" bezeichnet werden. Für die Kategorisierung der Geräte ist ihre Farbe also durchaus von Bedeutung. Beim Kauf von Hausgeräten dürfte der weiße Überzug dagegen kaum eine Rolle spielen. Dass eine neue Waschmaschine oder ein Trockner weiß sind, ist für die Konsumenten nichts anderes als normal, und dass die weiße Beschichtung ein Geräteleben lang hält, halten die Käufer für eine pure Selbstverständlichkeit.

    Die Bedeutung der Beschichtung gerade bei der scheinbar so anspruchslosen "Weißen Ware" wird damit jedoch weit unterschätzt. Wenige Oberflächen müssen im täglichen Gebrauch so hohen und vielfältigen Belastungen Stand halten. So sollten beispielweise Kühlschrank-Oberflächen nicht nur gegen Ketchup-, Senf- oder Schokoladenflecken resistent sein. Sie müssen auch Reinigungsversuche mit aggressiven Chemikalien oder scheuernden Lappen überstehen. In den Worten eines Lacktechnikers ausgedrückt: Die mechanische und die chemische Beständigkeit der Oberflächen muss extrem hoch sein. Gleiches gilt für Beschichtungen an Waschmaschinen und Wäschetrocknern. Hier spielt zusätzlich noch der Korrosionsschutz eine wichtige Rolle, denn die Geräte stehen in relativ warmen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Als ob dies nicht bereits genug wäre, kommt auch noch aggressive Waschlauge dazu - eine für jede Beschichtung hochbrisante Mischung. In den Testlabors der Lackhersteller kochen daher Anwendungstechniker lackierte Probebleche stundenlang in heißer Waschlauge, um zu sehen, ob die Beschichtungen nachher gegen solch harte Belastungen gewappnet sind.

    Ähnlich vielfältig wie die Anforderungen an Hausgeräte-Oberflächen sind die Beschichtungen selbst - Weiß ist nicht gleich weiß. In kaum einem anderen Anwendungsbereich konkurrieren so viele unterschiedliche Lackierverfahren wie bei der "Weißen Ware". Da wären zunächst die pulverlackierten Oberflächen: In einem elektrostatischen Verfahren wird Lackpulver auf die Oberfläche aufgetragen und bei Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius zum Schmelzen gebracht und gehärtet.

    Auf dem Vormarsch befinden sich bei Hausgeräten so genannte Coil Coating-Bleche; Stahl- oder Aluminiumbleche also, die bereits beim Metallhersteller ihren weißen Überzug auf Polyurethan-Basis erhalten. Die bereits vorbeschichteten Bleche müssen im Anschluss daran beim Gerätehersteller lediglich in die gewünschte Form gepresst und umgeformt werden - der Lack ist dann schon dran. Natürlich gibt es aber auch noch Bauteile, die im Flüssiglack-Verfahren mit Lackierpistolen oder -robotern beschichtet werden. Nicht zu vergessen sind schließlich Geräteteile oder Bedienelemente, die gar nicht lackiert werden, sondern aus durchgefärbtem - natürlich ebenfalls meist weißem - Kunststoff bestehen.

    Nun fertigt man Hausgeräte nicht aus einem Stück, sondern aus diversen Bauteilen, die jeweils mit einem anderen Verfahren beschichtet sein können. So ist es durchaus möglich, dass die Seitenteile einer Waschmaschine aus vorlackierten Coil-Coating Blechen bestehen, die Front flüssig lackiert und der Deckel "gepulvert" wurde. Dafür zu sorgen, dass diese an unterschiedlichen Orten und auf unterschiedliche Art beschichteten Bauteile bei möglichst jeder Beleuchtungssituation exakt dieselbe Weiß-Nuance aufweisen - ein Prozess, den die Lacktechniker "Color-matching" nennen -, ist daher eine alles andere als triviale Aufgabe.

    So schlicht der weiße Farbton also wirkt: Dass die "Weiße Ware" nicht nur überall und gleichmäßig weiß ist, sondern auch ein Geräteleben lang weiß bleibt, ist keineswegs selbstverständlich, sondern das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen der Lackieranlagenbauer, der Hausgeräte- und natürlich der Lackhersteller.

ots Originaltext: Verband der deutschen Lackindustrie e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Verband der deutschen Lackindustrie e.V.
Michael Bross
Karlstraße 21
60329 Frankfurt am Main
Telefon 069 25 56 14 11

Original-Content von: Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V., übermittelt durch news aktuell

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