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ver.di-Medieninfo - Dritte Verhandlungsrunde ergebnislos: Angebot der Bankenarbeitgeber inakzeptabel – Zeichen stehen auf Streik

Dritte Verhandlungsrunde ergebnislos: Angebot der Bankenarbeitgeber inakzeptabel – Zeichen stehen auf Streik

Nach drei Tarifverhandlungsrunden für die Beschäftigten bei privaten Banken ist keine Lösung in Sicht, konstatiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Das Gehaltsangebot der privaten Banken führt zu einem Gehaltsverlust für die Beschäftigten. Bei einer mittleren Inflationserwartung von zwei bis zweieinhalb Prozent ist der Reallohnverlust vorprogrammiert. Das ist schlicht inakzeptabel“, so ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Konkret hätten die privaten Arbeitgeber in der dritten Runde 1,2 Prozent ab April 2022, 1,0 Prozent ab April 2023 und 1 Prozent ab April 2024 angeboten. „Bei einer Laufzeit von 36 Monaten und neun Nullmonaten wäre das weniger als ein Prozent pro Jahr. Das ist ein unverschämtes Angebot“, warf Duscheck der Arbeitgeberseite vor.

Auch bei den anderen Themen sei keinerlei Bereitschaft erkennbar sich in der Substanz zu bewegen, so der Gewerkschafter. Weder für Nachwuchskräfte noch bei dem Thema mobiles Arbeiten hat die Arbeitgeberseite eine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft erkennen lassen.

Die Anforderungen an die Bankbeschäftigten stiegen seit Jahren an; vor allem durch den fortlaufenden Personalabbau erhöhe sich der Arbeitsdruck permanent. „Dass die Arbeitgeberseite das Thema Entlastung weiterhin komplett ignoriert, macht uns fassungslos“, sagte der Gewerkschafter. Gerade in der Pandemie hätte sich gezeigt, dass die Arbeitsbedingungen hinsichtlich der Belastung und der technischen Möglichkeiten total hinterherhinkten. „Da die privaten Arbeitgeber unsere Forderungen ganz offensichtlich ignorieren, werden die Beschäftigten nun entsprechend reagieren. Wir gehen daher von baldigen bundesweiten Warnstreiks aus“, kommentierte der Gewerkschafter die ergebnislose Runde.

ver.di fordert für die rund 140.000 Beschäftigten in privaten Banken eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und eine soziale Komponente über 150 Euro sowie ein Wahlrecht zwischen Gehalt und Freizeit und eine Regelung zur mobilen Arbeit. Die Gewerkschaft fordert, dass die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben sollen, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten. Dafür sollen sie einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Außerdem fordert ver.di eine Modernisierung der Freistellungsregelung. Dieser soll für die Geburt des eigenen Kindes nicht länger nur an den Status der Ehe gekoppelt sein, sondern muss auch für alle anderen Partnerschafts- und Familienbeziehungen gelten.

Die privaten Banken verhandeln seit 1972 erstmals getrennt von den öffentlichen Banken.

Für Rückfragen erreichen Sie Jan Duscheck mobil unter 0160 6166687

V.i.S.d.P.

Daniela Milutin
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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