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19.02.2003 – 07:58

Statistisches Bundesamt

Statistisches Bundesamt: 6,7 Mill. schwerbehinderte Menschen in Deutschland

    Wiesbaden (ots)

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lebten zum Jahresende 2001 in Deutschland rund 6,7 Mill. schwerbehinderte Menschen; das waren rund 80 000 bzw. 1,2% mehr als am Jahresende 1999. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung war in Deutschland jeder zwölfte Einwohner (8,1%) schwerbehindert. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde. Über die Hälfte (53%) der Schwerbehinderten waren Männer.

    Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war gut die Hälfte (52%) der schwerbehinderten Menschen 65 Jahre und älter; ein knappes Viertel (23%) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. Nur 2,5% der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

    Überwiegend (85%) wurde die Behinderung durch eine Krankheit verursacht; 4,7% der Behinderungen waren angeboren, 2,5% waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.

    Am häufigsten litten schwerbehinderte Menschen unter Funktionsbeeinträchtigungen der inneren Organe bzw. Organsysteme (27%). Bei 15% der Personen waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 14% Wirbelsäule und Rumpf. Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 8%, auf zerebrale Störungen ebenfalls 8%. In 5% der Fälle lag Blindheit oder Sehbehinderung vor.

    Bei einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (25%) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden; 30% wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

Weitere Auskünfte erteilt: Ulrike Marten, Telefon: (01888) 644-8147, E-Mail: schwerbehinderte@destatis.de

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