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Statistisches Bundesamt

Importpreise Juni 2009: - 11,3% gegenüber Juni 2008

Wiesbaden (ots)

Sperrfrist: 27.07.2009 08:00
   Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
   Sperrfrist zur Veröffentlichung frei gegeben ist.
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen 
Bundesamtes (Destatis) im Juni 2009 um 11,3% unter dem 
Vorjahresstand. Dies war der höchste Rückgang gegenüber dem 
Vorjahresmonat seit Februar 1987 (- 12,6%). Im Mai 2009 und im April 
2009 hatte die Jahresveränderungsrate - 10,4% beziehungsweise - 8,6% 
betragen. Gegenüber Mai 2009 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,4%.
Der Preisrückgang gegenüber Juni 2008 ist insbesondere auf die 
gesunkenen Preise für importierte Energieträger (- 38,1%) 
zurückzuführen. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 
42,7% und für Mineralölerzeugnisse um 44,1%.
Im Vergleich zum Vormonat stiegen im Juni 2009 jedoch die Preise für 
Rohöl um 12,4% und die Preise für Mineralölerzeugnisse um 12,5%.
Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im 
Juni 2009 um 5,7% unter dem Stand von Juni 2008 (gegenüber Mai 2009: 
- 0,6%).
Erdgas wurde im Juni 2009 ebenfalls billiger eingekauft als im 
vergleichbaren Vorjahresmonat (- 28,6%). Von Mai auf Juni 2009 sank 
der Erdgaspreis um 5,1%. Das Preisniveau für Steinkohle lag um 9,8% 
höher als im Juni 2008. Im Vormonatsvergleich verbilligten sich die 
Steinkohleimporte um 1,7%.
Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze 
billiger als im Juni 2008 (- 27,5%), im Vergleich zu Mai 2009 stiegen
die Preise um 3,5%. Eisenerzimporte kosteten 8,6% weniger als im Mai 
2009, waren aber im Juni 2009 um 1,3% teurer als im Vorjahresmonat.
Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug waren um 
23,2% niedriger als im Vorjahresmonat, stiegen im Vergleich zum Mai 
2009 jedoch um 1,6%. Rohkupfer konnte im Juni 2009 um 32,7% günstiger
importiert werden als im Juni 2008, war aber um 6,0% teurer als im 
Mai 2009. Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel wurde ebenfalls im
Vergleich zum Vorjahresmonat preiswerter (- 36,1%) und im Vergleich 
zu Mai 2009 teurer (+ 9,5%). Eisen, Stahl und Ferrolegierungen 
verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr (- 35,2%) und wurden auch 
gegenüber dem Vormonat günstiger (- 1,0%). Rohaluminium kostete im 
Vorjahresvergleich weniger (- 21,8%), ebenso im Vormonatsvergleich (-
1,1%).
Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber 
Juni 2008 um 29,2% (- 0,9% gegenüber Mai 2009). Milch und 
Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,0% 
billiger (- 0,3% gegenüber dem Vormonat).
Der Index der Ausfuhrpreise sank im Juni 2009 im Vergleich zum 
Juni 2008 um 2,9%. Im Mai 2009 und im April 2009 war er im 
Vorjahresvergleich um 2,7% beziehungsweise 2,0% gesunken. Bezogen auf
den Vormonat zeigte sich der Ausfuhrpreisindex nahezu unverändert (+ 
0,1%).
Eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und 
Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser 
Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Index der Außenhandelspreise
Veränderung                
                                          gegenüber      Veränderung
    Jahr / Monat       2005 = 100         Vorjahres-      gegenüber 
                                          zeitraum         Vormonat 
                                              %               %
Index der Einfuhrpreise
2005 JD                     100             + 3,4               -   
2006 JD                   104,4             + 4,4               -   
2007 JD                   105,1             + 0,7               -   
2008 JD                   109,9             + 4,6               -
2008     Juni             113,6             + 7,9           + 1,3   
         Juli             114,3             + 8,3           + 0,6   
         August           113,6             + 8,3           - 0,6   
         September        112,7             + 7,0           - 0,8   
         Oktober          109,1             + 2,8           - 3,2   
         November         106,0             - 0,7           - 2,8   
         Dezember         102,2             - 4,1           - 3,6
2009     Januar           101,7             - 5,4           - 0,5   
         Februar          101,6             - 6,4           - 0,1   
         März             101,2             - 7,1           - 0,4   
         April            100,4             - 8,6           - 0,8   
         Mai              100,4            - 10,4         +/- 0,0   
         Juni             100,8            - 11,3           + 0,4
nachrichtlich:
 Gesamtindex ohne
 Erdöl und Mineralöl-
 erzeugnisse              100,0             - 5,7           - 0,6
Index der Ausfuhrpreise
2005 JD                     100             + 0,9               -   
2006 JD                   101,8             + 1,8               -   
2007 JD                   103,0             + 1,2               -   
2008 JD                   104,8             + 1,7               -
2008     Juni             105,5             + 2,2           + 0,4   
         Juli             106,0             + 2,6           + 0,5   
         August           105,9             + 2,6           - 0,1   
         September        105,8             + 2,5           - 0,1   
         Oktober          105,1             + 1,8           - 0,7   
         November         104,3             + 1,1           - 0,8   
         Dezember         103,1           +/- 0,0           - 1,2
2009     Januar           102,9             - 0,9           - 0,2   
         Februar          102,9             - 1,2         +/- 0,0   
         März             102,5             - 1,7           - 0,4   
         April            102,4             - 2,0           - 0,1   
         Mai              102,3             - 2,7           - 0,1   
         Juni             102,4             - 2,9           + 0,1
JD = Jahresdurchschnitt
Weitere Auskünfte gibt:
Arno Kunz,
Telefon: (0611) 75-2827,
E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:

Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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